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unser Jahrestag – Erkenntnisse aus 6 Jahren Beziehung

6 Jahr Beziehung

Aus gegebenen Anlass möchte ich heute mit dir etwas sehr persönliches teilen.
Flo und ich führen nun seit sechs Jahren eine Beziehung. Es war zwar nicht immer alles Sonnenschein, aber ich würde keinen Tag eintauschen wollen.

Weil mich diese Beziehung geprägt hat wie kaum etwas anders in meinem Leben und weil ich in dieser Zeit so viel über mich und über das Leben gelernt habe, möchte ich heute ein paar dieser Erkenntnisse teilen.
Keine Sorge, es wird nicht richtig kitschig, obwohl mir heute schon etwas romantisch zumute ist.

#1 Bedürftigkeit

Die wichtigste Erkenntnis gleich zu Beginn: Bedürftigkeit ist der absolute Stimmungskiller!

Natürlich hat jeder Wünsche. Das ist aber etwas ganz anderes als Bedürftigkeit.
Wenn du gestresst und erschöpft von der Arbeit heim kommst, dann kannst du deinem Partner nicht die Verantwortung für deine Entspannung zumuten.
Wie groß ist die Chance, dass er oder sie die Wohnung geputzt, etwas leckeres gekocht und schöne Musik aufgelegt hat? Viel wahrscheinlicher ist es doch, dass er/sie ebenso ausgelaugt heim kommt.

Wenn du darauf wartest, dass deine Bedürfnisse von einem anderen Menschen erfüllt werden, dann kannst du wahrscheinlich lange warten. 
Das klingt vielleicht ein wenig zynisch, ist es aber keineswegs.
Du selbst bist dafür verantwortlich, wie du dich fühlst. Niemand auf dieser Welt kann dich glücklich machen. Nur du selbst.

Wenn du gestresst von der Arbeit kommst und die Erwartung hegst, dass dein Partner alles wieder richtet, kommt es wahrscheinlich zum Streit oder zumindest zu einer schlechten Stimmung.
Viel sinnvoller ist es, auf dem Weg nach Hause etwas Sport, einen Spaziergang oder irgendetwas anderes einzubauen, das dich entspannen lässt.
So kannst du mit deiner ganzen Liebe auf deinen Partner eingehen.

#2 Liebe dich selbst & steh zu deinen Wünschen

Das gleiche stimmt natürlich in einem noch größeren Maße für die Liebe.
Wenn du dich selbst nicht liebst, dann kann dein Partner noch so liebevoll sein, du wirst diese Liebe entweder nicht wahrnehmen oder daran zweifeln.

Wenn du mit einer anderen Person glücklich sein willst, musst du zuerst mit dir selbst glücklich sein.

Es bringt dir also nichts, dich zu verbiegen, um den Ansprüchen deines Partners zu genügen.
Sei du selbst und liebe dich dafür. Dann werden dich auch andere lieben – zumindest die richtigen Menschen. Versprochen.

#3 Berührungen bewusst wahrnehmen und genießen

Im Laufe der Zeit werden Berührungen immer beiläufiger, bis man sie überhaupt nicht mehr richtig wahrnimmt.
Erinnerst du dich an das angenehme Kribbeln, als ihr euch zum ersten Mal berührt habt?
Am Anfang der Beziehung fühlt sich jede Berührung aufregend und leidenschaftlich an.

Der Unterschied liegt aber nicht nur in den Hormonen, die während der Verliebtheit ausgeschüttet werden und mit der Zeit nachlassen.
Die größte Veränderung ist die Aufmerksamkeit, die wir der Berührung zukommen lassen.

Und die Aufmerksamkeit kannst du ganz einfach trainieren.
Wenn ihr das nächste Mal eng aneinander gekuschelt auf dem Sofa oder im Bett liegt, dann spüre mal ganz bewusst in deinen Körper hinein.
Spürst du die angenehme Wärme, die sich in dir ausbreitet? Spürst du das leichte Kribbeln, dass die Härchen auf deinem Arm erzeugen, wenn eine Hand darüber streicht? 

Wenn du dich etwas darin geübt hast, wird es zur natürlichsten Sache der Welt.
Und wundere dich nicht, wenn du plötzlich anfängst zu grinsen wie ein verliebter Teenager.
Es ist einfach schön. Du musst dich nur daran erinnern.

#4 Liebevolles Handeln erzeugt Liebe

Im Alltag kann man schnell vergessen, warum man sich eigentlich in eine Person verliebt hat.
Man lebt so vor sich hin und plötzlich fallen einem nur noch die nervigen Angewohnheiten auf. Das schräge Singen beim Putzen oder Dinge, die immer wieder falsch abgestellt werden.

Und dazu kommt noch, dass das Verhalten des Partners nicht mehr wie am ersten Tag ist.
Mit der Zeit bleibt die Liebe auf der Strecke und man arrangiert sich irgendwie damit und miteinander.

So muss es aber nicht sein.
Ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass ich umso glücklicher in meiner Beziehung bin, desto liebevoller ich mit meinem Partner umgehe.
Das funktioniert nicht nur, weil dein Partner auf dein Verhalten mit der gleichen liebevollen Haltung reagiert.
Tatsächlich hängt die Liebe, die du selbst empfindest, mehr von deinen eigenen Handlungen ab als von denen deines Partners.

Je mehr Liebe du in deinen Alltag und deine Beziehung bringst, desto mehr Liebe spürst du auch.
Beginne doch gleich heute und mache etwas deinem Partner/ deiner Partnerin zuliebe.
Ich verspreche dir, es wird dich glücklich machen.

#5 Gemeinsamkeiten pflegen

Zwischen der Arbeit, dem Haushalt und den sozialen Anforderungen ist es wichtig, eine kleine Blase für die Beziehung zu schaffen.
Dabei ist es ganz gleich, ob ihr Dinge zu zweit macht oder mit Freunden zusammen. Das kommt ganz auf dich an.
Wichtig ist nur, dass ihr gezielt qualitativ hochwertige Zeit miteinander verbringt und dabei möglichst viel Spaß habt.

Von Brené Brown habe ich diese schöne Übung gelernt, die euch den Anfang erleichtern kann – falls ihr noch keine gemeinsamen Beschäftigungen außer Sex und Fernsehen gefunden habt.
Dafür schreibt jeder auf, was Spielen für ihn/ sie bedeutet. Also all die Dinge, bei denen du wirklich die Zeit vergisst, mit denen du nie aufhören willst und die einfach so richtig Spaß machen.
Ihr werdet viele unterschiedliche Aktivitäten aufschreiben, aber dazwischen findet ihr garantiert auch ein paar Gemeinsamkeiten.

#6 Freiraum lassen und einfordern

Obwohl gemeinsame Zeit das Herzstück einer jeden Beziehung ist, bleibt ihr doch zwei Menschen mit eigenen Leben.
Das zu verleugnen macht dich nicht nur unglücklich, sondern auch abhängig.

Damit du deinen eigenen Wert und deine wundervolle Einzigartigkeit nicht vergisst, ist es wichtig, dein eigenes Leben weiter zu leben.

Und mal ganz ehrlich: Wenn man alles zusammen macht, hat man sich doch auch nichts mehr zu erzählen.

Schlussgedanken

Natürlich ist diese Aufzählung keine erschöpfende Liste an Dingen, die eine erfolgreiche Beziehung ausmachen.
Das ist nicht nur unmöglich, sondern auch bei jedem Menschen anders.
Vielleicht findest du, dass Freiraum das absolute Gegenteil von einer glücklichen Beziehung ist. Das ist ok. Nicht jeder ist so ein Freiheits-Fanatiker wie ich.
Dies sind meine Erkenntnisse und deine unterscheiden sich bestimmt.
Wichtig ist nur, dass die Erwartungen bei beiden Partnern ungefähr gleich sind und jeder weiß, was der andere braucht und möchte.

Sechs Punkte fand ich angesichts der sechs Jahre irgendwie schön. Deshalb bin ich auf so offensichtliche Dinge wie zuhören, Verständnis und Empathie nicht eingegangen. 
Natürlich ist es auch wichtig miteinander zu sprechen und offen zu sein.
Ich glaube aber, dass du das sowieso schon weißt.

Wichtig ist eigentlich auch nur eines: Die Liebe.

Du bist großartig.
Warum sollte deine Beziehung weniger sein?
Liebe dich und zeige den Menschen um dich deine Liebe.

Was ist deine größte Erkenntnis für eine glückliche Beziehung?

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2 Comments

  • Reply Samira 1. Juli 2018 at 20:51

    Voll schöne Gedanken! Danke, dass du uns daran teilhaben lässt. Ich wünsche euch noch viele schöne weitere Jahre und Erkenntnisse!

    • Reply Janina Jaeckel 2. Juli 2018 at 12:38

      Liebe Samira,
      vielen Dank für deine lieben Wünsche. Ich habe meine Gedanken gerne mit euch geteilt.
      Liebe Grüße,
      Janina

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