lifestyle design

Wie Ausmisten dein Leben verändert – Declutter-Reihe Einleitung

declutter 1 Titel

Wie oft standest du schon vor deinem Schrank mit der festen Überzeugung aufzuräumen? Angesichts des Chaos und der schieren Menge an Zeug hast du dich aber lieber umgedreht und etwas auf Netflix geschaut?

Kennst du diese Momente, in denen du noch schnell die Küche putzen möchtest, aber rückwärts wieder hinausstolperst, weil du erst eine halbe Stunde in Aufräumarbeiten investieren müsstest, bevor du überhaupt an die Arbeitsfläche heran kommst?

Wenn dir diese Situationen bekannt vorkommen, geht es dir wie mir. Und eigentlich glaube ich, dann geht es dir wie etwa 85% aller Menschen auf dieser Erde.

Heute möchte ich mit dir eine Erkenntnis teilen: Aufräumen schluckt viel mehr Zeit als Putzen.
Ja wirklich.
Denke mal darüber nach. Wie lange brauchst du, um dein Wohnzimmer vorzeigbar zu machen, das Geschirr wegzuräumen und alles ordentlich zu gestalten?
Und wie lange dauert es, das Waschbecken, das Klo und die Dusche zu putzen?
Letzteres macht vielleicht keinen Spaß, aber es dauert nicht so lange, wenn man nicht erst tausende Gegenstände wegräumen muss.

Und jetzt kommt die zweite Erkenntnis: Putzen lässt sich nicht vermeiden, aber Aufräumen lässt sich minimieren.
Wie fragst du dich?

Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten.
Der einfachste, schnellste und langfristigste Weg ist … *Trommelwirbel* … weniger Kram zu haben.

Das überrascht dich wahrscheinlich nicht.
Und es klingt so simpel. Das ist es aber leider nicht.
Jeder, der schon mal wirklich ausmisten wollte, wird das bestätigen.

ausmisten 1

Weniger Kram bedeutet mehr Zeit zum entspannen

Es ist nicht nur die tatsächliche Entscheidung, die schwer fällt.
Allein der Überblick, was überhaupt vorhanden ist, ist schwierig.
Und dann schwören verschiedene Menschen auch noch auf die unterschiedlichsten Methoden.

Um ein wenig Klarheit in die ganze Geschichte zu bringen habe ich diese Artikelreihe zusammengestellt.
Hier gehe ich nicht nur auf deine individuellen Bedürfnisse ein, sondern stelle auch unterschiedliche Methoden vor.

So ist die Reihe aufgebaut:

  1. Einleitung (hier bist du gerade)
  2. 4 Box Methode – Für jedes Teil die richtige Box
  3. Closet Hanger – Behalte, was du benutzt!
  4. KonMari-Methode – Selbsterkenntnis durch Ausmisten
  5. Alles ausgemistet und dann? So geht es weiter

Die Idee hinter dem Ausmisten

Wie das Wort schon sagt, geht es darum den ganzen Mist aus der Wohnung zu bekommen.
Eigentlich ist das ziemlich absurd.
Warum sollte irgendjemand Dinge in der Wohnung haben, die sie gar nicht haben möchte?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich in allen möglichen und unmöglichen Ecken Sachen ansammeln, die kein Mensch braucht.
Ich habe schon kaputte Socken, abgebrochene Nadeln und so manchen Pfennig gefunden. Mal ganz davon abgesehen, dass ich sogar einen kaputten Handmixer und seit drei Jahren abgelaufene Lebensmittel gefunden habe. Obwohl ich erst seit zwei Jahren hier wohne.
Ich habe mich so oft gefragt, warum zum Teufel ich die Sachen nicht weggeschmissen haben, dass ich nicht mehr mitzählen konnte.

Beim Ausmisten geht es darum, all diese Sachen abzugeben.
Du trennst dabei das Wichtige vom Unwichtigen. Schmeißt abgelaufene Lebensmittel, kaputte Sachen und alles Überflüssige weg.
Dazu gehören auch die Klamotten, die dir einfach nicht stehen, Sachen die nicht mehr deinem Stil entsprechen oder die du nie benutzt.

Dahinter steht die Frage: Was will ich behalten?
Was eigentlich bedeutet: Was will ich in meinem Leben haben?

1 declutter 3 inst ausmisten

Womit möchtest du dein Leben verbringen?

Dadurch kommst du nicht unbedingt zu einer minimalistischen Wohnung.
Auch wenn die gleiche Idee im Minimalismus zentral gesetzt wird, kannst du ganz ohne dieses Mindset an die Sache herangehen.
Weniger Müll hat nämlich so einige Vorteile, die dein Leben schöner, einfacher und entspannter machen.

Warum Ausmisten immer eine gute Idee ist

Kontrolle über deinen Platz

All die Dinge, die du nicht mehr brauchst, liegen in den Schubladen, Kisten und auf den Böden der Schränke, die eigentlich dafür da wären, diejenigen Dinge zu beherbergen, die du wirklich in deinem Leben haben möchtest.
Stattdessen liegen sie dann oben auf der Kommode oder einfach auf dem Boden davor.

Ist der überflüssige Kram erstmal weg, hast du für die Dinge, die du liebst, mehr Platz.
So kannst du sie besser organisieren und ein Aufbewahrungssystem entwickeln, das deinen Bedürfnissen Rechnung trägt.

Und du hast plötzlich viel mehr Freiraum. All die Dinge, die vorher auf deinen Kommoden und Tischen gestanden haben, finden nun in den Schubladen Platz.
Sie hinterlassen freie Flächen, die deutlich weniger Arbeit machen und besser aussehen.

Kontrolle über deine Zeit

Schließlich verbrauchst du beim Abwischen dieser Flächen jetzt viel weniger Zeit. Anstatt alles herunter zu nehmen und dann auch noch einzeln entstauben zu müssen, wischt du jetzt nur noch über die Flächen drüber.
Deine Sachen sind in der Schublade ja sowieso geschützt vor dem Staub.

Weniger Kram bedeutet auch einen besseren Überblick, wo alles ist und wo es wieder hingehört. Das macht es viel leichter, beim vorbeigehen aufzuräumen. Alles kommt einfach wieder an seinen Platz.
Das spart Zeit beim Wegräumen und Suchen.

Im Endeffekt wird deine Wohnung viel aufgeräumter sein, obwohl du weniger Zeit investierst. Und das gibt dir das beruhigende Gefühl, organisiert zu sein und alles im Griff zu haben.
Das wiederum erhöht deine Motivation, zu putzen und alles aufgeräumt zu halten. Eine typische Win-Win-Win-Situation.

1 declutter Zitat ausmisten

Ausmisten befreit nicht nur deine Wohnung, sondern auch deine Seele

Ästhetik

Wenn du ausgemistet hast, bleibt einiges an Platz übrig.
Die freien Flächen wirken nicht nur automatisch ordentlicher, sie haben auch eine ganz eigene Ästhetik.

Und du kannst sie jetzt nutzen, um deine Wohnung gezielt so zu gestalten, wie es dir gefällt.
Weniger Müll schafft mehr Platz für Gemütlichkeit und bringt Ruhe in die Räume.

Wertschätzung und Bewusstsein

Wenn du weniger Dinge hast, du diese aber wirklich benutzt und liebst, kommst du nicht drumherum, sie mehr wert zuschätzen. Dankbarkeit für die alltäglichen Dinge fällt dir dann viel leichter und das macht dich glücklicher.

Außerdem wirst du weniger abgelenkt. Das klingt seltsam, aber es stimmt. Je mehr Kram du hast, desto schwieriger fällt es dir, dich wirklich auf eine Aufgabe zu konzentrieren.
Ich habe diesen Unterschied sehr deutlich gespürt, nachdem ich rigoros ausgemistet habe.

Nicht zuletzt schafft das Ausmisten ein Bewusstsein dafür, was du wirklich brauchst und willst.
Dieses Wissen erleichtert Entscheidungen beim Einkaufen neuer Dinge enorm und spart dir eine Menge Geld.
Außerdem kannst du einige der alten Dinge verkaufen und bekommst dadurch zusätzlich ein wenig finanzielle Unterstützung.

Selbsterkenntnis

Du wirst es nicht glauben, wenn du es nicht ausprobierst, aber Ausmisten führt tatsächlich zu Selbsterkenntnis.
Weil du dich intensiv mit der Frage, was du willst, auseinander setzt, lernst du ganz automatisch, was dir wichtig ist und was dir gefällt.
Wenige Menschen können diese Fragen wirklich beantworten.

Beim Ausmisten konzentrierst du dich eigentlich auf dich selbst.
Deine Wohnung und die Sachen darin sind ein Spiegel.
Alles was du hier siehst, ist ein Teil von dir.
Beim Sortieren alter Dinge bewältigst du deine Vergangenheit. Bei Entscheidungen für neue Möbel oder Kleidung entscheidest du, wie deine Zukunft aussehen soll.
Und diese Konzentration auf dich stärkt dein Selbstbewusstsein und gibt dir innere Ruhe.

Jeder mistet anders aus

Bei so großen Projekten macht es natürlich Sinn, einem System zu folgen, um nicht völlig überfordert wieder aufzugeben.
Aber selbst, wenn du dich für eine spezielle Methode entscheidest, bedeutet das nicht, dass du es genau so machen wirst, wie jemand anderes.

Damit das Ausmisten gelingt, musst du deine persönliche Note hineinbringen.
Dein Leben ist schließlich nicht so wie das deines Nachbarn. Du bist einzigartig und so auch die Umstände und deine Herangehensweise.
Egal für welche Methode du dich entscheidest, passe sie an deine Bedürfnisse und dein Leben an.

Das beginnt schon bei der Herangehensweise an das ganze Thema.
Ich möchte, dass du nun mal kurz inne hältst und dir die folgenden Fragen beantwortest.

Warum willst du eigentlich ausmisten? Was erhoffst du dir dadurch?

Wie möchtest du dich in deinem Zuhause fühlen?

Was ist dir in Bezug auf dein Zuhause wichtig?

Wenn du alle drei Fragen beantworten kannst, hast du einen wichtigen Schritt getan.
Nicht nur weil es dir danach leichter fallen wird, dich für eine Methode zu entscheiden.
Du setzt damit auch gleich den Grundstein der Motivation und definierst ein klares Ziel.

1 declutter 5 inst ausmisten

Was lässt dich großartig fühlen?

Ausmisten und dann? Wohin mit dem Kram?

Was mich am Ausmisten am meisten stört ist, dass der Kram nicht einfach von allein verschwindet, wenn ich ihn zusammengepackt habe.
Was wäre das für eine wundervolle Welt, in der ein freundlicher Mann oder eine freundliche Frau an der Tür klingelt, dir einen 50€ Schein in die Hand drückt und dafür die Kiste mit dem aussortierten Kram mitnimmt.

Leider leben wir in einer seltsamen Parallelwelt, in der wir uns selbst darum kümmern müssen.
Was tun wir also mit dem Zeug?

Die einfachste und schnellste Methode ist es natürlich, alles wegzuschmeißen.
Das wäre allerdings schade, denn unter den aussortierten Sachen ist bestimmt noch das ein oder andere Teil, das ein neues Zuhause finden könnte.

Wirklich in den Müll müssen eigentlich nur die Dinge, die kaputt oder so verdreckt sind, dass man sie nicht wieder sauber bekommt.
Und natürlich die Sachen, die nicht mal als Spende angenommen werden.

Spenden und Verschenken ist eine zweite Möglichkeit.
Über viele Dinge freuen sich die Menschen noch, auch wenn du sie nicht gebrauchen kannst.
Frage doch einfach mal bei Freunden und Familie nach.
Oder gehe in eine Facebook-Gruppe, in der man Dinge verschenken kann.

Wenn du Sachen aussortierst, die noch völlig in Ordnung oder vielleicht sogar unbenutzt sind, kannst du diese auch verkaufen.
Hierfür eignen sich ebenfalls Facebook-Gruppen, aber auch Ebay-Kleinanzeigen, Kleiderkreisel oder Flohmärkte.
Die Sachen zu verkaufen dauert etwas länger, aber immerhin bessert man damit die Urlaubskasse ein wenig auf. Und es fühlt sich sehr befriedigend an, für die Arbeit eine kleine Bezahlung entgegen zu nehmen.

Schlussgedanken

Ausmisten bedeutet immer ein wenig Arbeit.
Sie lohnt sich aber angesichts der vielen Vorteile.
Wenn du jetzt noch skeptisch bist, kann ich dich gut verstehen.
So ging es mir am Anfang auch.
Höre nicht einfach auf meine Worte. Probiere es selbst aus.

Seit ich ausgemistet habe, fühle ich mich in meiner Wohnung viel wohler, ich bin ordentlicher und sogar ein wenig glücklicher. Und ich habe viel darüber gelernt, wie ich eigentlich wohnen und wie ich mein Leben gestalten möchte.
Dieser Blog ist während und nach meiner ersten großen Declutter-Session entstanden. Und ich weiß nicht, ob ich ohne diese Erfahrung damit begonnen hätte.

Wie möchtest du dich in deinem Zuhause fühlen?
Schreibe einen Kommentar und tausch dich mit uns aus.

Du bist großartig.
Pass dein Leben an dich an und liebe dich!

 

Lies weiter im zweiten Teil.

ausmistenausmisten
ausmisten

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.