body personal growth

Den eigenen Körper annehmen lernen in 2 einfachen Schritten

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Vor einem Jahr hatte ich ein Problem: Ich war müde. Nicht einfach zwischendurch mal, sondern ständig.

Also jammerte ich und meckerte, dass mein Körper so schwach war. Gleichzeitig zwang ich mich, mehr Sport zu treiben. Härter zu arbeiten, mehr zu machen.

Ich machte immer weiter, bis mein Körper streikte und es mir schwerfiel, überhaupt noch etwas zu tun. Ich sah meinen Körper als Feind und war weit davon entfernt, meinen eigenen Körper annehmen zu können.

Hast du auch das Gefühl, dass dein Körper gegen dich und deine Ziele arbeitet?
Bleibt in deinem Leben keine Zeit, um auch noch die Bedürfnisse deines Körpers zu erfüllen?

Mit anderen Worten:

Liebst du deinen Körper?

Wenn du diese Frage nicht mit einem inbrünstigen JA beantworten kannst, ist nichts an deinem Körper verkehrt; sondern an deiner Wahrnehmung.

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Dein Körper ist ein Wunder. Er arbeitet unermüdlich, um dir dein Leben zu ermöglichen. Er nimmt jede Schmähung hin und trägt dich trotzdem immer weiter.

Es wird Zeit, dass wir ein wenig dieser Liebe zurück geben.
Das macht unseren Körper nicht nur stärker und gesünder, es macht uns auch glücklicher und befreit uns von der Selbstkritik.

Kannst du in den Spiegel schauen und deinen ganzen Körper – deine Beine, deinen Hintern, deinen Bauch, deine Brust, deine Arme, dein Gesicht und alles was noch dazu gehört – wirklich wertschätzen?

Wenn nicht, ist es halb so schlimm. Du kannst noch heute starten und deinen eigenen Körper annehmen lernen.

Sprich mit deinem Körper

Ja, es klingt verrückt. Geradezu wahnsinnig.

Wir haben uns angewöhnt, unsere Debatten mit uns selbst still in unserem Kopf auszufechten. Das ist kein Problem, wenn unsere inneren Stimmen liebevoll sind.

Sind sie es aber nicht, haben wir das gleiche Problem wie langjährige Ehepartner: In der Interaktion ist bereits eine festgelegte Dynamik enthalten, die wir kaum noch durchbrechen können.

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Statt mühsam deine Gedanken zu kontrollieren, kannst du eine neue Ebene einbringen: Deine Sprache.

Das Prinzip ist super simpel:
Auslöser (Situation) -> Reaktion (Gedanken) -> entgegengesetzte Aktion (liebevolles Sprechen/ Mitgefühl)

Das lässt sich einfacher an einem Beispiel zeigen:
Auslöser: Dein Knie schmerzt.
Reaktion: Du denkst: „So ein Scheiß. Mein Knie tut immer weh. Ich bin alt und breche bald auseinander. Jetzt stell dich mal nicht so an…“
Aktion: Du sagt: „Ach mein armes Knie, ich verlange dir heute echt viel ab. Wenn wir das hier geschafft haben, setze ich mich hin und du kannst dich ausruhen.“

Oder ein anderes Beispiel:
Auslöser: Du siehst eine schöne Frau im Fernseher.
Reaktion: Du denkst: „Wow, so sähe ich auch gerne aus. Dann wäre ich wirklich glücklich. Dazu fehlen mir aber die langen Beine und mein Bauch ist viel zu fett. Und mit diesen Lippen/ Augen/ Nase/ Wangen kann ich auch nicht mithalten…“
Aktion: Du sagst: „Na, so schlimm ist es nicht. Ich habe wirklich schöne Augen. Und erst mein Hintern.“

Normalerweise bleiben wir bei unseren ersten Gedanken hängen.
Wenn wir danach mitfühlende liebevolle Dinge aussprechen, setzen wir diese der ursprünglichen Reaktion entgegen und neutralisieren damit unsere ständige Selbstkritik.

Wenn es dir sehr schwer fällt, stell dir vor, du würdest mit einem Kind sprechen, dass sich verletzt hat. Vielleicht ist es nicht so schlimm, aber du tröstest es trotzdem. Du sagst nicht, es solle sich nicht so anstellen.

Erst wird es sich seltsam anfühlen.
Dann wirst du dich daran gewöhnen.
Schließlich wirst du ganz automatisch liebevoller mit deinem Körper sprechen, bis du das sogar tust, wenn nichts weiter passiert ist.
Und dann werden deine Gedanken weniger selbstkritisch.

Nach einiger Übung wirst du unmittelbar mit liebevollen Gedanken auf äußere Umstände reagieren. Je nachdem wo du jetzt gerade stehst, kann das etwas dauern. Der Aufwand lohnt sich aber.

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Du kannst dich auch hinsetzen und einen Liebesbrief an deinen Körper schreiben. Das hilft dir dabei, schneller deinen eigenen Körper annehmen zu können und diesen ersten Schritt in dir zu festigen.

Nimm die Bedürfnisse deines Körpers ernst

Möchtest du den Veränderungsprozess beschleunigen und vereinfachen? Dann arbeite auf zwei Ebenen gleichzeitig.

Das Handeln ist ebenso mächtig wie das Sprechen.

Wenn dein Körper Muskelkater von einem Übertraining hat und du mitfühlend mit den schmerzenden Stellen sprichst, ist das ein guter Anfang. Bringen aber wenig, wenn du dich dann gleich zum nächsten Training schleppst.

Wie viel stärker wird die Wirkung deiner Worte sein, wenn du auch nach ihnen handelst?

Nimm dir zwischendurch Zeit und schaue dir an, welche Bedürfnisse dein Körper hat. So wird es dir immer leichter fallen, deinen eigenen Körper annehmen zu können.

Das bedeutet zum einen, dass du auf Hunger, Durst und Müdigkeit reagierst.
Aber auch Bedürfnisse, die sich nicht unmittelbar zeigen, darfst du nicht außen vor lassen. Dazu gehören Bewegung, Waschen und Pflege.

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Verwöhne deinen Körper immer mal wieder so richtig.

Das kannst du vollkommen intuitiv machen. Wenn du aber merkst, dass du deinen Körper vernachlässigst, hilft dir ein regelmäßiges Selfcare Date dabei, genug Zeit einzuplanen.

Wenn die Rhythmen deines jetzigen Lebens dir nicht gut tun, überlege Alternativen, die deinen Körper unterstützen. Nicht alles lässt sich sofort verändern, aber einiges verbessern.
Was kannst du heute umsetzen, um deinen Körper zu entlasten?
Damit zeigst du, wie wichtig dein Körper dir ist und dass du deinen eigenen Körper annehmen und akzeptieren möchtest.

Die Umsetzung im Alltag

Gleich alles zu verändern, kann dich überfordern. Gehe keine Schritte.

Nimm dir zuerst vor, etwas positives zu sagen, wenn du schlecht über deinen Körper denkst. Und setze dir jede Woche einen festen Termin, an dem du etwas für deinen Körper tust.

Das muss nicht gleich eine Stunde sein. Zehn Minuten reichen.

Dabei kannst du allgemein etwas Gutes für dich tun oder du adressierst direkt den Aspekt, den du so oft kritisierst.

Nehmen wir das schmerzende Knie. Bestimmte Bewegungsübungen oder Wärme-/ Kältebehandlungen können die Beschwerden in deinem Knie mindern.

Dabei tust du deinem Körper etwas Gutes und zeigst deine liebevolle Haltung durch eine Tat. Du lernst auch, Schöpfer deiner Lebenswelt statt Opfer der Umstände zu sein.

Du bist wundervoll und schön.
Denke daran, dass dein Körper dir dieses Leben ermöglicht und danke ihm hin und wieder.

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Wenn die Umsetzung dir schwer fällt, sei nachsichtig mit dir selbst.
Was brauchst du noch, um deinen eigenen Körper annehmen zu können?

Als mir klar wurde, dass alles, was ich tat, gegen die Bedürfnisse meines Körpers war, veränderte ich nicht sofort alles. Aber ich setzte mich mit den Möglichkeiten auseinander. Mit der Zeit passte ich mein Leben immer mehr an mich an, statt mich in die vorgegebene Strukturen zu zwängen.

Manchmal erwische ich mich noch dabei, dass ich auf Erschöpfung und Krankheitssymptome mit Ungeduld reagiere. Doch ich nehme mir dann die notwendige Auszeit und übe mich in Nachsicht.

Jetzt bin ich neugierig.
Welche negativen Gedanken über deinen Körper schleichen sich in deinen Kopf? Wie gehst du damit um?

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