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Ist Entschleunigung im Alltag möglich?

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Ich habe gerade den Reisebericht der lieben Steffi von feineseele.de gelesen, in dem sie von ihrer Entschleunigung während ihrer sechsmonatigen Reise nach Sizilien berichtet.
Vieles an ihren eindrucksvollen Beschreibungen hat mich tief bewegt. Neben meiner Sehnsucht nach Ferne – und Wärme – , die gerade sowieso immer stärker wird, hat Steffi mich dazu bewegt, über Leistung, Erfolg und Druck nachzudenken. Ich habe vom Letzteren viel zu viel.

Gerade erst habe ich drei Tage lang gar nichts gemacht. Es war Wochenende und ich wollte mal wieder so richtig viel Zeit in den Blog investieren. Aber denkste!
Statt produktiv zu sein, habe ich einfach rumgegammelt, weder den Haushalt noch Sport gemacht. Ich war einfach erschöpft und ausgelaugt. Ich war müde und ich hatte keine Lust.

Aber warum haben wir immer wieder diese Momente? Warum brauchen wir unbedingt ganze Tage, um wir wieder zur Ruhe kommen?

Zu viel vom Falschen

Seit einiger Zeit mache ich das Experiment, jeden Tag für eine Stunde – oder doch zumindest 30 Minuten – Stille zu üben. Nicht Mediation, sondern wirklich gar nichts tun. Nicht mal auf das Nichts-Tun konzentrieren. Darüber werde ich dir bald mehr erzählen, wenn ich mehr Erkenntnisse gewonnen habe, die ich mit dir teilen kann.
Jetzt gerade merke ich, dass die Momente der Stille zwar wertvoll und bereichernd sind, aber was bringen sie, wenn der Rest des Lebens aus Stress und ToDo-Listen besteht?

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Im Stress ist kein Platz für die Liebe. Du entscheidest.

In mancherlei Hinsicht bin ich ein echtes Kind dieser Zeit. Zum Beispiel wenn es um meinen Terminkalender und die Geschäftigkeit geht. Meine Freunde machen schon Witze darüber, dass sie Termine wochenlang im Voraus mit mir machen müssen. Ich habe immer etwas zu tun. Und in den meisten Fällen geht es dabei um Arbeit in der ein oder anderen Form. Die Anforderungen sind nunmal da. Was soll man da machen?
Immerhin muss ich arbeiten, um Geld zu verdienen, ich will einen einigermaßen ordentlichen Haushalt, mir ist meine Weiterentwicklung wichtig und ich möchte wirklich am Blog arbeiten. Neben Tieren, Mann, Sport und Meditation bleibt da nicht mehr so viel Zeit übrig.

Wie oft erwischt du dich dabei, dass du aus Druck heraus handelst? Weil etwas noch schnell fertig werden muss, weil du Geld verdienen musst oder weil alles so aussehen muss, als hätten wir alles im Griff.
Mir passiert das noch immer viel zu oft. Ich bin meist zwischen den vielen Dingen, die ich noch erledigen will, hin und her gerissen.

Muss das Leben so sein?

Mehr vom Richtigen

Statt immer unter Druck zu agieren und das Leben an sich vorbei gehen zu lassen, können wir doch auch versuchen, etwas Druck aus unserem Alltag zu nehmen.
Vielleicht reicht es, wenn unsere Wohnung sauber, aber nicht 100%ig ordentlich ist. Oder wenn unsere Gehaltserhöhung erst ein Jahr später kommt als erhofft. Vielleicht müssen wir nicht alles alleine machen. Und vielleicht müssen wir auch überhaupt nicht alles machen.

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Ein Buch, ein Tee oder Zeit in der Natur bringen dich wieder zurück zu dir selbst.

Wie viel von dem, was du als festen Bestandteil deines Alltags tust, ist wirklich notwendig?

Ich habe mir diese Frage gestellt und bin dabei auf eine erstaunliche Einsicht gestoßen.
Obwohl mir der Blog wichtig ist und ich gerne Menschen damit helfe, steht er doch nicht an erster Stelle meiner Prioritätenliste.  Davor kommen meine Beziehungen zu den Menschen, die ich liebe, unsere Tiere und ich selbst. Die Reihenfolge lasse ich mal dahingestellt.

Mir ist bewusst geworden, dass ich entschleunigen möchte. Ich will nicht immer nur von einer Aufgabe zur nächsten hetzen. Ich will Tiefe in mein Leben und in meine Arbeit bringen.

Ist das Leben oder kann das weg?

Natürlich können wir nicht einfach alle unseren Job kündigen, die Wohnung aufgeben und wieder zu unseren Eltern ziehen. Und das will ja auch kaum jemand.
Also müssen wir uns fragen, was in unserem Leben eine unabdingbare Konstante ist – zumindest für diesen Moment -, was wir wollen und was wir nicht mehr wollen.

In welchem Bereich meines Lebens fühle ich mich gestresst oder unter Druck gesetzt?

Was kann ich rausstreichen, ohne dass mir etwas fehlt?

Diese Frage hat in mir direkt einen ganzen Strom an Emotionen, Gedanken und Bildern ausgelöst. Erleichterung, schlechtes Gewissen und sogar ein wenig Neid auf all die Menschen, die schon da sind, wo ich gerne wäre.
Neben den vielen irrwitzigen Vorstellungen vom Einsiedler-Dasein, wurde mir klar, dass es tatsächlich etwas gibt, was ich entschleunigen kann.

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Wann hast du dir das letzte Mal Zeit genommen, um einfach nur zu lesen? Ohne irgendeinen Druck?

Seit Monaten veröffentliche ich jede Woche zwei Artikel. Die meisten davon haben über 1000 Wörter. Sie müssen vorbereitet, durchdacht, geschrieben, überarbeitet, online gestellt und die Bilder bearbeitet werden. Dazu kommt noch der Aufwand, alles für die Social Media Kanäle aufzubereiten.
Das hat super funktioniert, als die Artikel die einzigen Dinge waren, die ich neben der Arbeit gemacht habe. Aber schon seit einigen Wochen arbeite ich an einem Online Kurs zu Selbstliebe, der eine ganz eigene Herausforderung in sich birgt.
Und das alles zusammen ist einfach zu viel. Das wurde mir gestern nochmals klar, als ich beim Planen meiner nächsten Woche sofort mit Stresssymptomen und Unruhe reagiert habe.

Im Sinne der Entschleunigung und weil ich Qualität über Quantität schätze, wird es ab jetzt nur noch einen Artikel die Woche geben. Statt Donnerstags und Sonntags, kommt nun also jeden Sonntag ein neuer Artikel online.

Das klingt nach keiner großen Veränderung, bringt aber Ruhe und Entlastung in meinen Alltag. Und genau darum geht es. Mit kleinen Veränderungen das Lebensgefühl so zu verändern, dass wir uns lebendig fühlen.
Das können gestrichene Aufgaben sein oder eine Investition in Dinge, die dir deinen Alltag erleichtern.

Das Leben ist zu kurz und zu wertvoll, um es nicht vollkommen zu genießen.
Schau dich in deinem Leben um und finde eine Sache, die du aussortieren, verlangsamen oder in ihrer Dringlichkeit reduzieren kannst.

Was hat in deinem Leben keinen Platz mehr?

Wenn du das geschafft hast, dann fülle die gewonnene Zeit nicht gleich wieder mit anderen Aufgaben.  Genieße das kleine Extra einfach und mache, wonach dir ist. Nimm dir Zeit für deinen Lieblingsmenschen oder -tier, nimm dir Zeit für dich. Immerhin bist du die wichtigste Ressource in deinem Leben.

Du bist großartig. Du verdienst ein Leben in Leichtigkeit und voller Liebe.

 

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