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Was dir niemand über Morgenroutinen verrät

Ich glaube, alle Blogger und Youtuber, die etwas auf sich halten, haben schon mal einen Beitrag über Morgenroutinen gemacht.

Es ist das Allzweckmittel bei Energiemangel, Prokrastination und Stress.

Ich hab mitgespielt. Und meine Morgenroutine war perfekt. Wasser, Meditation, Yoga, Morningpages, Planung, Sport, Haushalt und Zeit mit meinen Meerschweinchen. Alles war drin.

Das Ganze hatte nur einen Haken: meine Morgenroutine dauerte inklusive Frühstück beinahe 3 Stunden.

Ich hielt es durch. Für ein paar Tage.
Zumindest wenn ich um 5 aufstand.
Ich ignorierte meine Vorgaben komplett,wenn das Leben an meine Tür klopfte.
Und dann fühlte ich mich schlecht.

Selbst wenn ich die Routine in dem einem Drittel der Fälle durchzog, fühlte sich alles irgendwie falsch an.

Klar, ich war danach total entspannt und auch irgendwie gut drauf.

Aber es waren ganze drei Stunden vergangen,ohne dass ich irgendetwas produktives gemacht habe.

Das ist nicht weiter schlimm. Nur bin ich ein absoluter Morgenmensch.
Diese ersten drei Stunden sind meine produktivste Zeit.
Wenn ich diese Zeit erstmal mit allerlei Müßiggang verbracht habe, fällt es mir unglaublich schwer mit der Arbeit anzufangen.

Irgendwann war meine Morgenroutine nur noch eins: Stress.

Wie eine gute Morgenroutine nicht aussieht

Wenn es dir genauso ergeht oder dir schon beim Blick auf Instagram der Schweiß ausbricht, kann ich dich beruhigen.
Wir sind ganz normal.

Kein Leben ist so perfekt, wie es auf Instagram aussieht.
Ich glaube nicht, dass auch nur die Hälfte der Morgenroutine-Gurus ihre ersten drei Stunden so verbringen, wie sie es selbst anpreisen.
Zumindest nicht jeden Tag.

Es gehört mal ein gehöriger Schuss Rationalität in die ganze Geschichte.

Eine gute Morgenroutine sollte dich nicht stressen und auch kein schlechtes Gewissen auslösen.

Sie sollte so einfach sein,dass es dich keinerlei Mühe kostet. Sie sollte dein Leben verbessern und einfacher machen.

Morgenroutine

Wie du deinen Tag startest, bestimmt wie du dein Leben gestaltest.

Wie bekommt man eine so unterstützende Morgenroutine hin?

Der häufigste Fehler bei der Zusammensetzung einer Morgenroutine ist neben der schieren Menge an Dingen, dass die Routine an anderen Menschen ausgerichtet wird.
Egal wer dein Vorbild ist, nach 3 Minuten Google-Suche kannst du die Morgenroutine dieser Person garantiert herausfinden.
Es ist verlockend die Routinen unserer Idole zu übernehmen. Schließlich wollen wir genau das, was sie haben.

Dabei vergessen wir aber allzuoft, dass wir nicht die gleiche Person sind.
Eine Morgenroutine, die nicht zu dir, nicht in dein Leben und nicht zu deinen Bedürfnissen passt, wird nicht funktionieren.
Egal wie erfolgreich jemand anderes damit ist.

Auch wenn du morgens gerne früh arbeitest, sollte die Arbeit kein Bestandteil deiner Morgenroutine sein.
Wenn du nach dem Aufstehen nur schnell Zähne putzt, dich anziehst und dich mit deinem Kaffee dann vor den Computer setzt, ist genau das deine Routine.
Die Arbeit gehört nicht dazu.

Gerade Morgens ist es sinnvoll, die eigenen Fähigkeiten im Multitasking nicht auszureizen.
Mehrere Dinge gleichzeitig zu machen wird dich so gut in den Tag starten lassen, wie die Beschallung mit dem Fernseher, Radio oder das Surfen in Social Media.
Emails sind ebenso tabu wie Talk Shows.

Morgenroutine

Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Für den perfekten Morgen, für den Tag und für das ganze Leben.

Wenn du eine Routine zusammengesetzt hast und sie gut in dein Leben passt, bleibt nur noch eine Sache, die du vermeiden solltest:
die mentale Fixierung.
Eine Morgenroutine ist schön und gut, aber passe auf, dass sie nicht zu einer fixen Idee wird.
Wenn dich allein schon der Gedanke an einen Morgen ohne deine Routine in Schweißausbrüche versetzt, wird es Zeit, deine Prioritäten zu klären.
Die Routine soll dein Leben unterstützen.
Du lebst nicht, um die Routine einzuhalten.

Warum sollte ich mich überhaupt damit abmühen?

Trotz meine eher gemischten Erfahrungen mit der Morgenroutine, bin ich nach wie vor davon überzeugt, dass sie ein sinnvoller Bestandteil eines jeden Tages sein kann.

Wenn du mich kennst, weißt du, dass ich ein großer Verfechter der morgendlichen Disziplin bin.
Unsere Disziplin ist nicht nur am Morgen viel stärker.
Wie diszipliniert wir uns am Morgen verhalten, wirkt sich auch direkt auf den Rest unseres Tages aus.
Hast du schon mal zum Frühstück Toast mit Nutella gegessen und dann versucht, den Rest des Tages gesund zu essen? Dann weißt du genau, wovon ich rede.
Es ist unmöglich.
Mit dem, was wir als erstes tun, setzen wir den Maßstab für den Rest des Tages.
Im positiven oder im negativen Sinn.

Mit der Morgenroutine triffst du eine bewusste Entscheidung, wie dein Morgen, wie dein Tag, ja wie dein restliches Leben aussehen soll.

Außerdem macht eine feste Routine das Aufstehen leichter.
Du weißt genau, was auf dich zukommt und du brauchst keine Sekunde darüber nachzudenken.

Das verbraucht viel weniger Energie, als wenn du morgens schon irgendwelche Entscheidungen treffen müsstest.
So kannst du dich persönlich weiterentwickeln, ohne dass du dafür nennenswert Energie aufbringen musst.

Ganz im Gegenteil.
Eine sinnvolle Routine wird dir den ganzen Tag über mehr Energie geben.
Außerdem macht sie einfach glücklich und erhöht deine Schwingungen.
Nicht zu schweigen von der erstaunlichen Wirkung gegen jede Art von Stress.

Die halbe oder sogar ganze Stunde, die du dafür früher aufstehen musst, lohnt sich also wirklich.

Grundsätze für einen „mühelosen“ Morgen

Hier ein paar Adjektive, die deine Morgenroutine beschreiben sollten:
„kurz“
machbar
motivierend
energetisierend

Im Idealfall kannst du alle diese Punkte abhacken.

Frühstück - Morgenroutine 2

Der Morgen ist dafür da, ihn zu genießen.

eine gute Morgenroutine beginnt am Abend davor

Vorbereitung ist die halbe Miete, sagte meine Oma früher immer.
Wenn es um Morgenroutinen geht, hat sie auf jeden Fall recht.

Es beginnt damit, dass du den genauen Ablauf und die vorhandene Zeit schon am Abend davor genau weißt. So musst du morgens nicht mehr darüber nachdenken. Und glaub mir, das möchtest du nicht.

Eine gute Vorbereitung entspannt dich und macht es morgens einfacher, es wirklich durchzuziehen.
Bereite alles vor, was du am nächsten Morgen brauchst.
Lege deine Kleidung heraus.
Pack deine Tasche.
Entscheide dich für ein Frühstück und bereite vor, was du kannst.
Lege alle Dinge bereit, die du für deine Routine brauchst.
Das alles spart dir Zeit und Energie, die du am Morgen dann nicht mehr für die Vorbereitung benötigst.

Ordnung bringt Ruhe in den Geist.
Du wirst erstaunt sein, wie entspannt und gelassen du dich fühlst, wenn du aufstehst und deine Wohnung kein Schlachtfeld ist.
Investiere abends nur 10 Minuten und räume das Grundlegende auf.

Morgens früher aufzustehen ist übrigens deutlich einfacher, wenn – wer hätte es gedacht – man früh ins Bett geht.
Überlege dir, wie viel Schlaf du benötigst und wann du aufstehen willst.
Mit der Zeit gewöhnst du dich daran, immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen. Dann schläfst du schneller ein und wachst morgens auch ungefähr zur gleichen Zeit auf – sogar ohne Wecker-.

Dinge, die du als aller erstes tun solltest

Davon abgesehen, dass jeder seine eigenen Routinen finden muss, gibt es ein paar körperliche Bedürfnisse, die du nicht außen vor lassen kannst.

Da wäre zum Beispiel das Zähne putzen und das morgendliche waschen.
Beides ist so unerlässlich wie das Anziehen von frischer Kleidung.

Bedenke bei deiner Zeitplanung auch, dass dein Körper über Nacht dehydriert.
Plane also Zeit ein, um ausreichend zu trinken.

Und noch ein kleiner Tipp:
Wenn dir das frühere Aufstehen schwer fällt, dann hilft viel Licht. Mach einfach alle Lampen an und du wirst in Nullkommanix hellwach.

Morgenroutine

Jeder Tag enthält das Potenzial, ein Wunder zu sein.

entwickle deine eigene Routine

Jede Routine ist nur so gut, wie sie in dein Leben hineinpasst.
Überlege dir bei der Erstellung deiner Routine also vorab, wie viel Zeit du überhaupt zur Verfügung hast.
Und plane für die verschiedenen Dinge ruhig immer ein paar Minuten mehr ein, damit du dich am Ende nicht abhetzen musst.

Wenn du weißt, wie viel Zeit dir zur Verfügung steht, fehlen noch zwei Fragen:
Was genau möchtest du tun?
Und wie viel Zeit soll jedes dieser Dinge in Anspruch nehmen?

Das zu klären ist nicht einfach.
Dabei solltest du dein Wesen bedenken.
Wenn du morgens völlig steif aus dem Bett kriechst, wird dich ein halbstündiges Krafttraining wahrscheinlich eher demotivieren.

Unser Leben verändert sich ständig und wir auch.
Damit verändern sich manchmal auch unsere Routinen.
Passe sie also immer wieder an und beharre nicht starr auf früher festgehaltene Abfolgen.
Manchmal ist es sogar sinnvoll, Routinen zeitweise zu verändern, um beispielsweise ein Problem zu lösen. Dann kannst du vielleicht morgens länger lesen oder schreiben oder Sport machen. Je nachdem was dir dabei hilft, das Problem zu lösen.

Uhr Morgenroutine

klein anfangen

Eine Morgenroutine zu etablieren bringt anfangs viel Entscheidungszwang mit sich.
Natürlich willst du dich weiterbilden, dich in Meditation üben, kreativ sein, deinen Körper bewegen, dich gesund ernähren und deine Ziele visualisieren.

Aber wenn du gerade erst anfängst, ist das alles viel zu viel.
Fang erstmal klein an. Mit einer einzigen Sache, die du Problemlos in deinen Morgen integrieren kannst.
Schon ein Glas Wasser nach dem Aufstehen kann eine deutliche Verbesserung deiner Lebensqualität mit sich bringen.

Dieser Tipp gilt natürlich nur für die Menschen, denen eine Umgewöhnung auf diese Art leichter fällt.
Wenn du direkt alles geben musst, um überhaupt etwas umzusetzen, dann fang groß an.

hab Spaß

Die morgendliche Routine ist dafür da, dich angenehm und entspannt auf den Tag vorzubereiten.
Je besser deine Laune am Ende der Routine ist, desto mehr Energie wirst du aus ihr ziehen können.

Nimm also nicht alles so ernst, sondern hab Spaß dabei.
Integriere beispielsweise Freewriting, ein wenig Zeichnen oder Malen in deine Routine. Oder lese Bücher über Themen, die dich wirklich faszinieren.

Eine gute Maßnahme, um etwas mehr Spaß in die ganze Sache zu bringen, ist es, wenn du die morgendliche Bewegung durch eine kleine Tanzeinlage ersetzt.
Der Effekt ist der gleiche wie bei jeder anderen Bewegung.
Also schnapp dir deine Kopfhörer und starte deine Lieblingsmusik. Nach zwei Songs bist du wahrscheinlich schon völlig fertig und deine Vibes werden sich um 100% gehoben haben.

So hast du auch gleich etwas, auf das du dich freuen kannst.
Das erleichtert das Aufstehen enorm.

So findest du deinen Miracle Morning

Eine wirklich empfehlenswerte Einführung in das Thema ist das Buch Miracle Morningvon Hal Elrod.

In dem Buch lernst du nicht nur alles, was man zur Morgenroutine wissen muss, der Autor legt auch sehr detailliert dar, wie seine Routine aussieht, und gibt Anregungen dafür, wie man seine eigene Routine entwickeln kann.

Wenn du nicht genau weißt, was du morgens machen sollst, dann hilft dir dieses Buch enorm weiter und du kannst anfangen, indem du die Bestandteile der Routine erstmal übernimmst.

Hal Elrods Routine besteht aus sechs verschiedenen Dingen, denen er jeweils 10 Minuten Zeit einräumt.
Er gibt der Morgenroutine also knapp eine Stunde Zeit, was ein guter Maßstab ist.

Die Bestandteile seiner Routine nennt er SAVERS:
S ilence (Stille)
A ffirmations (Affirmationen)
V isualization (Visualisierung)
E xercise (Bewegung)
R eading (Lesen)
S cribing (Schreiben)

 

Morgenroutine

Mach aus jedem Tag den Besten deines Lebens.

Stille

Die bewusste Konzentration auf innere Ruhe ist nach Hal Elrod zentral, deshalb kommt sie auch direkt am Anfang.

Du kannst Meditationen, Gebete oder Atemübungen benutzen, um zur Ruhe zu kommen.

Affirmationen

Mit gezielten Affirmationen kannst du einen Fokus setzen und den Tag bewusst positiv gestalten.
Wie genau du mit Affirmationen arbeitest, kannst du hier nachlesen. LINK

Visualisierung

Bei der Visualisierung geht es um die Konzentration auf deine Ziele.
Im Alltagsstress passiert es leicht, dass wir das wichtige vergessen.
Die Visualisierung hilft dir dabei, nicht zu vergessen, worum es eigentlich geht.

Bewegung

Bewegung ist natürlich wichtig.
Dein Körper lag acht Stunden im Bett. Er will sich jetzt bewegen.
Das muss nicht umbedingt ein Marathonlauf sein.
10 Minuten Yoga, leichtes Joggen oder ein paar Übungen mit dem eigenen Körpergewicht reichen völlig aus.
Natürlich ist auch eine morgendliche Tanzeinlage zur Lieblingsmusik super.

Lesen

Wir entwickeln uns in die Richtung, in die wir unseren Geist richten.
Mit inspirierenden Büchern lernst du nicht nur viel, du setzt auch die richtigen Segel, um dich weiter zu entwickeln.

Schreiben

Beim Schreiben schließlich kannst du deine eigene Entwicklung reflektieren, über das gelesene Nachdenken oder einfach nur aufschreiben, wofür du dankbar bist.

Umsetzung

Du kannst mit genau diesen Bestandteilen anfangen, wenn sie dir zusagen.
Aber du solltest dabei deine eigenen Ziele und Bedürfnisse nicht vergessen.

Frage dich bei der Erstellung deiner Routine:

Was will ich erreichen?
Warum?
Wie kann ich das umsetzen?
Was kann mir dabei helfen?

Finde eine Routine, die dir und deinem Leben dient und dich unterstützt.
Du bist großartig.
Pass dein Leben an dich an und liebe dich. Du bist es wert.

Wenn du nach weiteren Inspirationen zu deiner Morgenroutine und Ritualen allgemein suchst, kann dir auch das Buch Daily Rituals* von Mason Currey empfehlen.
Darin wurden die täglichen Ritual verschiedener großer Künstler und Denker festgehalten. Das ist super interessant.

Wie sieht deine Morgenroutine aus?
Ich bin gespannt auf deine Anregungen!

Du möchtest wissen, wie meine Morgenroutine aussieht? Dann lies hier weiter.

 

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