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Der „Feel-Good-Effekt“ von positiven Nachrichten und wie er die Welt verändern kann

Blogtitle positive Nachrichten

Wenn du die Zeitung aufschlägst, das Radio oder den Fernseher anschaltest, ja selbst wenn du deinen Internetbrowser öffnest: überall lauern sie.
Sie ändern sich ständig, ziehen immer wieder deine Aufmerksamkeit auf sich und lassen dich mit einem flauen ängstlichen Gefühl zurück.
Natürlich ist die Wirkung bei allen Menschen etwas unterschiedlich.
Wahrscheinlich ist mir der negative Effekt nur deshalb aufgefallen, weil ich extrem empfindlich auf schlechte Nachrichten reagiere. Ich kann gar nicht mitzählen, wie oft mir schon die Tränen gekommen sind, wenn im Fernseher die Nachrichten liefen.
Nachrichten bestehen gefühlt nur noch aus negativen Schlagzeilen.
Eine schlimmer als die nächste.
Auf jede gute Nachricht kommen um die 17 negative Nachrichten.
Ist die Welt so schlecht geworden?
Hatten unsere Großeltern etwa doch Recht, als sie behaupteten, dass früher alles besser war?
Nein, natürlich nicht.
Die Welt hat sich kaum verändert. Die Menschen machen genauso viele schlechte Dinge wie früher.
Und genauso viele gute.
Schlechte Nachrichten verkaufen sich aber anscheinend viel besser als gute.
Das ist extrem schade.
Während die Presse die Welt im schwärzesten Schwarz malt, passieren nämlich auch wahnsinnig viele gute Dinge.
Es gibt so viele Geschichten von Menschen, die Erfolg mit ihrer großen Leidenschaft hatten, die anderen geholfen haben, von Freundschaft und Liebe, von Haustieren und kleinen Wundern.
Kannst du dir vorstellen wie die Welt aussehen würde, wenn es mehr positive Nachrichten gäbe?
Wie sich die Sicht der Menschen auf ihre Umwelt und Mitmenschen verändern könnte?
Nein?
Es ist kaum vorstellbar, welch starken Einfluss die Nachrichten auf unser tägliches Leben haben.
Aber ein Blick darauf lohnt sich.

Die Wirkung schlechter Nachrichten

Die meisten von uns sind es gewohnt, schon morgens mit den neuesten Nachrichten konfrontiert zu werden. Sie sind das erste, was wir am Tag aufnehmen.
Und oft auch das letzte.
Es gibt viele Studien, die die Reaktionen der Menschen auf schlechte Nachrichten getestet haben. Sie alles kommen zu dem gleichen Ergebnis.
Schlechte Nachrichten bringen Menschen in eine negative Grundstimmung.
Sie lassen dich mit Gefühlen der Angst, Trauer, Verzweiflung und Ohnmacht zurück.
Als Folge nehmen viele die Welt als einen bedrohlichen Ort war, auf dem Mangel und Gewalt herrscht.
Das alles geschieht auf unbewusster Ebene und schleichend. Du merkst also nicht mal, was mit dir passiert.

Das hat nicht nur zur Folge, dass die Menschen ein viel unglücklicheres Leben führen.
Sie reagieren auch auf andere Menschen und alles Fremde mit Misstrauen und Angst, die schnell in Gewalt umschlagen kann.
Gegen die Gefühle der Ohnmacht angesichts der Schlechtigkeit der Welt kommt kaum jemand an.
Und so werden schon Kinder an diese gelernte Hilflosigkeit herangeführt.
Resignation ist schließlich eine äußerst sinnvolle Reaktion auf die geballte Übermacht des Bösen.

Wir werden überschwemmt mit den verschiedensten Medien. Entscheide selbst, was du konsumieren möchtest.

Wir werden überschwemmt mit den verschiedensten Medien. Entscheide selbst, was du konsumieren möchtest.

Wer nicht vollkommen verzweifelt, stumpft angesichts der Horrormeldungen ab, die sich jeden Tag aufs neue übertrumpfen.

Die Wirkung positiver Nachrichten

Ganz anders sieht die Reaktion der Menschen auf gute Nachrichten aus.
Meldungen von Erfolg, Liebe und Hilfsbereitschaft machen nicht nur viel mehr Spaß.
Sie hinterlassen ein Gefühl von Freude und das Bedürfnis, die Liebe weiterzugeben.
Positive Nachrichten machen glücklich.
Sie hinterlassen eine positive Stimmung, die sich den ganzen Tag hindurch erhalten kann und die Handlungen der Menschen beeinflusst.
Nicht zuletzt werden durch positive Meldungen Vorbilder geschaffen.
Wenn andere Menschen außergewöhnliche Dinge erreichen, kann das motivieren, ebenfalls die eigenen Ideen umzusetzen.
Es werden Ideen davon, was machbar ist, geteilt und verbreitet.
Das eröffnet nicht nur neue Perspektiven für jedes Individuum, sondern schafft auch neue gesellschaftliche Diskurse, die sich auf Lösungen statt Problemen stützen.
Man glaubt, was man oft hört.
Je öfter es positive motivierende Meldungen gibt, desto innovativer und freudiger werden die Menschen mit ihrem Leben umgehen.
So entsteht nicht nur weitaus mehr Fortschritt als mit der überholten Konkurrenz-Vorstellung, sondern bringt auch schnellere und einfachere Lösungen hervor.
Schließlich wird eine Welt entstehen, in der Menschen ihre Ideen und Lösungen teilen, um gemeinsam an der Zukunft zu arbeiten.
Vielleicht passiert das nicht in den nächsten zehn Jahren, aber irgendwann könnte die Welt so aussehen.

Was sich schon jetzt umsetzen lässt

Natürlich fordere ich dich nicht dazu auf, die Nachrichten komplett zu ignorieren und stattdessen nur noch Fotos von Tierbabys anzuschauen.
Damit wäre der Welt schließlich auch nicht geholfen – obwohl es dich vielleicht tatsächlich glücklicher machen würde.
Auch wenn du nicht auf die Informationsflut der Nachrichten verzichten kannst, gibt es viele einfache Möglichkeiten, deinen Medienkonsum zu verbessern.

#1 richtige Auswahl von Medien

Es gibt bereits einige Nachrichtenseiten, die den Wert positiver Meldungen erkannt haben und sie in ihre Arbeit integrieren.
Ein gutes Beispiel ist die Huffington Post, die eine eigene Rubrik für gute Nachrichten hat. Hier kannst du nachlesen, was Gutes in der Welt passiert, Geschichten, die Mut machen und zum nachahmen anregen.
Auch die perspective daily ist eine gute Adresse, um nicht nur mit Problemen, sondern auch mit Lösungsansätzen gefüttert zu werden.
Sie sagen von sich selbst: „Wir sprechen nicht nur über Probleme, sondern fragen täglich: Wie kann es besser werden? Unsere Beiträge vermitteln Zusammenhänge und diskutieren Lösungen.“
Auch die englische Seite positive.news hält einige gute und aufmunternde Nachrichten für dich bereit.

positive Nachrichten

#2 positiver Ausgleich

Wenn du deine tägliche Portion Nachrichten bekommen hast, schaffe doch einfach einen positiven Ausgleich.
Du kannst im Anschluss beispielsweise eine der oben angeführten Seiten lesen oder selbst auf die Suche nach positiven, inspirierenden Büchern, Texten oder Videos gehen.
Alles, was in dir ein gutes Gefühl gibt, ist perfekt.

#3 auf die richtige Zeit kommt es an

Was du morgens als erstes wahrnimmst, beeinflusst den Rest des Tages enorm.
Aber auch was du vor dem Schlafen aufnimmst, hat Auswirkungen auf dein Unbewusstest. Das verarbeitet nämlich alles im Schlaf.
Wenn du also nicht so stark von den vielen negativen Schlagzeilen beeinflusst werden möchtest, solltest du diese beiden Zeiten zum Lesen deiner Zeitung meiden.
Versuche doch stattdessen Nachmittags eine halbe Stunde frei zu machen, um in Ruhe zu verfolgen, was in der Welt passiert.

#4 lass dir das Wichtigste in Kürze erzählen

Wir haben den Vorteil, dass die meisten Menschen um uns herum täglich viel Zeit damit verbringen, die Nachrichten zu verfolgen.
Das kannst du für dich nutzen, indem du dir einfach von deinem Kollegen oder der Käseverkäuferin erzählen lässt, was passiert ist.
Wenn sie etwas erzählen, das dich interessiert, kannst du das immer noch detaillierter recherchieren.
Damit sparst du eine Menge Zeit und dein Gegenüber ist glücklich.

#5 mach einen Nachrichten-Detox

Nimm dir manchmal einfach ein paar Tage frei von den Nachrichten.
Du kannst zum Beispiel ein ganzes Wochenende blau machen.
Das fühlt sich unglaublich befreiend an.
Und mal ganz ehrlich: Wie viel kannst du an einem Wochenende schon verpassen?
Falls in den zwei Tagen die Welt untergehen sollte, bekommst du es garantiert mit.
Und wenn nicht, kann es auch bis Montag warten.

Fazit

Du siehst, es ist gar nicht so schwierig, die negativen Wirkungen der schlechten Nachrichten zu minimieren und die positiven Wirkungen der guten Nachrichten zu nutzen.
Integriere einfach ein paar der Tipps, so wie sie in dein Leben passen.
Und denke daran:
Du bist großartig. Pass dein Leben an dich an und liebe dich.

Wie oft beschäftigst du dich mit den Nachrichten?
Hast du einen Tipp zum Umgang mit negativen Nachrichten, den du mit uns teilen kannst?
Oder findest du die Idee von positiven Nachrichten total bescheuert?
Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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