lifestyle design

5 startegische Tipps zum smarter Aufräumen – mit weniger Aufwand zu besseren Ergebnissen

Wenn du weniger Zeit mit Aufräumen und Putzen, aber mehr mit Leben verbringen möchtest, bist du hier richtig.

Im ersten Teil dieser Reihe haben wir bereits viele kleine Veränderungen vorgenommen.
Jetzt geht es noch weiter.
Wir stürzen uns unerschrocken in die Fluten und stellen uns den Dingen, die da kommen werden.

Fangen wir also an, ohne viele Worte zu verlieren.

#1 Let it flow

Eine gute Möglichkeit, um das Putzen deutlich zu vereinfachen, sind freie Flächen.

Da wären zum einen die Oberflächen von Möbeln und die Arbeitsfläche in der Küche.
Was glaubst du, wie oft du schnell sauber machst, wenn die gesamte Fläche vollgestellt ist mit irgendwelchen Kram?
Genau. So selten wie möglich.

Stell dir dagegen vor, wie es wäre, wenn die Flächen einfach leer wären.
Du musst nur einen Lappen nehmen und eine Minute später ist es schon sauber.
Klingt wie ein Traum oder?
Ist aber möglich.

Nobody ever said 'I regret organizing my house'

Es gibt nur wenig Dinge, die wirklich auf den Oberflächen stehen müssen, weil du sie beispielsweise jeden Tag mehrmals benutzt.
Und die Sachen, die dort stehen bleiben müssen, sehen in einem kleinen Korb viel ordentlicher aus und machen so auch gleich weniger Mühe.

Was für Oberflächen gilt, gilt auch für den Boden.
Kennt ihr noch diese ganz alten Bäder, in denen die Rohre noch im Raum verlaufen und verhindern, dass man das Bad je richtig sauber bekommt, weil überall so kleine Spalten entstehen, in denen sich Dreck ansammelt?
Ja, diese Bäder gibt es noch. Keine Ahnung, was sich die Menschheit dabei gedacht hat.
Was ich aus der jahrelangen Benutzung dieser Art von Bädern gelernt habe: Je weniger im Weg ist, desto schneller geht das putzen.

Wenn der Boden vollkommen frei von Kram ist, kannst du einfach mal eben durchfegen oder saugen. Natürlich kann man nichts dagegen tun, dass die Möbel im Weg sind.
Bei anderen Dingen, geht das aber sehr wohl.

Zum Beispiel müssen Pflanzen nicht auf dem Boden stehen.
Sie können auf ohnehin vorhandene Möbel gestellt, aufgehangen oder auf Regalbretter an der Wand gestellt werden.
Auch Lampen machen sich super auf kleinen Regalen an der Wand und selbst Mülleimer können so etwas erhöht ihren Platz finden.

Ganz davon abgesehen, dass es das Putzen vereinfacht, sehen freie Oberflächen und Böden automatisch aufgeräumt auf. Wenn du schnell für den Besuch aufräumen willst, ist das deine erste Wahl.

#2 weniger ist mehr

Diese Liste wäre nicht komplett, wenn ich nicht darauf hinweisen würde, dass die einfachste und langfristigste Methode für ein aufgeräumtes Zuhause weniger Kram ist.
Je weniger Dinge du hast, desto leichter fällt es dir aufzuräumen und die Ordnung auch zu halten.

Da ich gerade erst eine Artikelreihe zu dem Thema herausgebracht habe, gehe ich hierauf nicht weiter ein.
Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, wie du richtig ausmistet, dann lies hier weiter.

Im Duden kommt Leben vor putzen - aufraeumen

#3 die 90%-Schublade

Überfüllte Schubladen können ihren Sinn nicht erfüllen. Sie sind weder übersichtlich, noch strukturiert. Und für mehr Ordnung sorgen sie so ebenso wenig wie dafür, die Dinge schnell zu finden.

Wenn du ausgemistet hast und deine Schubladen beinahe komplett leer sind, funktioniert das System aber seltsamerweise auch nicht mehr.
Der Anblick von beinahe leeren Schubladen scheint irgendetwas im menschlichen Kopf auszulösen, das zum Konsum animiert.

Eine Schublade sollte immer zu 80-90% gefüllt sein, damit sie ordentlich bleibt, aber kein Bedürfnis nach mehr Dingen auslöst.

Diese Idee fand ich erst absurd. Bis ich tatsächlich eine zu 1/3 gefüllte Schublade hatte und sie mich total unglücklich machte. Nie zuvor war mein Bedürfnis, neue T-Shirts zu kaufen so groß.
Wie absurd es auch klingen mag, es funktioniert.
In meinem Fall habe ich zwei beinahe leere Schubladen zusammengepackt und hatte dadurch noch etwas Extra-Stauraum.

#4 individuelle Probleme aufdecken

Dieser Trick, den ich aus dem Happiness Project* von Gretchen Rubin habe, ist so genial und logisch, dass es eigentlich schon kein Trick mehr ist.

Du räumst ein Zimmer richtig auf. Also so, wie du es gerne jeden Tag hättest.
Dann wartest du bis zum nächsten Tag und schaust dich um.
Wo ist das Chaos entstanden?

Stelle erstmal nüchtern fest, was im Chaos versinkt und was nicht.
Dann folgt die genaue Analyse der Problemzonen.

Nehmen wir mal unser Wohnzimmer als Beispiel. Hier habe ich diese Methode nämlich sehr erfolgreich angewendet.
Das Chaos sprang mich sofort an, ich musste nicht erst danach suchen.
Das Problem waren die Bücher. Flo und ich verbringen beide viel Zeit mit Lesen und Notizen machen. Egal, wie oft ich alle Bücher zusammenpackte und wieder ins Büro stellte, es schien ihnen im Wohnzimmer einfach besser zu gefallen. Das wäre kein Problem gewesen, wenn sie sich nicht immer gleich zu Hunderten dort getummelt und in schrägen Türmen gelagert hätten.
Es lagen immer ein paar auf dem Tisch, ein paar weitere auf dem Sofa und noch mehr zwischen beiden auf dem Boden.
Ständig.
Es trieb mich echt zur Weißglut.

Strive not to get more done, but to have less to do

Jetzt war aber reine Analyse angesagt. Was war also das Problem?
Das Problem war, dass der Platz für die Bücher zu weit weg war. Niemand steht vom Sofa auf, um die Bücher in einen anderen Raum zu bringen und dann wieder zurück zu kommen. Zumindest machen wir das nicht. Ich sagte ja schon, dass ich faul bin.
Die Lösung musste also in einer einfachen Möglichkeit, die Bücher zu verstauen, liegen.

Ich stellte zwei etwas höhere Kisten mit Stoffbezug zu beiden Seiten des Sofas.
Und siehe da. Jedes Buch, jeder Stift und auch die Notizen hatten plötzlich einen Ort, zu dem sie immer wieder wandern konnte.
Nichts ist einfacher, als ein Buch in eine Kiste zu stecken. Das bekommt jeder hin.

Jetzt bist du dran. Analysiere deine räumlichen Problemzonen und finde einfache Lösungen.
Damit sparst du dir jeden Tag mehrere Minuten und einige Nerven.

#5 Ausmistkiste

Zu guter Letzt schadet eine Kiste für all die Dinge nicht, die aus der Wohnung hinaus sollen.

Wir haben eine kleine Kiste in unserem Flur stehen. Immer wenn mir etwas ins Auge fällt, das überflüssig ist und nicht länger in der Wohnung bleiben soll, aber auch kein Müll ist, kommt es in die Kiste.

So häufen sich nicht überall kleine Ecken mit überflüssigen Kram an.

Schlussgedanken

leichter aufraeumen

Diese 5 Tipps haben nicht nur einiges verbessert, sie haben unsere ganze Wohnung revolutioniert.
Ich kann es kaum fassen, wie ordentlich und sauber es jetzt schon bei uns ist.
Besonders im Vergleich zu dem Studenten-Style, der sich vorher immer breit gemacht hat.

Ich weiß nicht, wie es dir geht. Aber ich bin super gespannt, welche Veränderungen die Routinen mit sich bringen.

Wo entsteht in deiner Wohnung immer wieder Chaos?

Du bist großartig.
Pass dein Leben an dich an und liebe dich.

 

Nobody ever said 'I regret organizing my house' Strive not to get more done, but to have less to do - Zitat von Francine Jay Im Duden kommt Leben vor putzen - aufraeumen

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.