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Smarter Aufräumen – mit weniger Aufwand zu besseren Ergebnissen Teil 3

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Wir haben schon so viel erreicht.
All die Veränderungen haben dazu geführt, dass sich die ganze Wohnung verändert hat.
Und sie haben mir Motivation gegeben, dieses Projekt weiter durch zuziehen.
Wie sieht es bei dir aus? Bist du bereit für die nächste Runde?

Nachdem wir die Möglichkeiten und Strategien zur Unterbringung all unserer Sachen verbessert und auch unsere persönlichen Problemzonen analysiert und aufgehoben haben, bleibt uns jetzt nur noch eines:

Routinen zu schaffen, um dieses Paradies zu erhalten.
Ja, für mich ist es wirklich ein Paradies, wenn meine Umgebung geordnet und sauber ist. Manch einer wird es wohl für verrückt halten.
Selbst Flo ist sich nicht ganz sicher, was er von meinen Aufräumaktionen halten soll.
Sei es drum.

Halte mich für verrückt oder nicht, hier kommen noch ein paar weitere Tricks, wie du Ordnung und Sauberkeit erhalten kannst. Und zwar ohne großen Aufwand.

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#1 feste Routinen

Natürlich geht es beim Erhalt der Ordnung um Routinen.

Das hat einen ganz einfachen Hintergrund.
Was würdest du machen, wenn es keine Routinen gibt?
Genau, du würdest warten, bis etwas wirklich dreckig ist. Zumindest würde ich das tun.
Und dann? Du hättest große Abneigung dagegen, überhaupt anzufangen.
Eckel und die Gewissheit, dass es ewig dauert, bis es wieder sauber ist, würde dich wahrscheinlich dazu bringen, es noch weiter aufzuschieben.

Feste Routinen – die täglichen und die wöchentlichen bzw. monatlichen – helfen dir dagegen dabei, die notwendigen Dinge einfach zu erledigen.
Nehmen wir an, du würdest immer Donnerstags nach der Arbeit das Bad tiefenreinigen. Du machst es jeden Donnerstag, egal wie das Bad aussieht.
Der Effekt ist, dass du alles sauber machst, bevor es so schlimm wird, dass du es vor dir her schiebst.
Es geht schneller und einfacher. Ohne Abwehr und ohne Eckel.
Und weil du eine Routine daraus gemacht hast, brauchst du weniger Energie dafür aufbringen. Du bist schon im Schwung.

Überlege dir also einmal, was täglich, wöchentlich und monatlich erledigt werden muss.
Nimm dir einen Plan zur Hand und notiere dir regelmäßige Zeitfenster, in denen du diese Aufgaben erledigen kannst.
Mit der Zeit werden sie ganz automatisch erfolgen.

#2 Speed Cleaning

Weißt du, wie viel du in 10 Minuten schaffen kannst?
Du kannst ein vollkommen chaotisches Zimmer komplett aufräumen. Du kannst das gesamte Geschirr wegspülen. Du kannst sogar einen Raum putzen, sofern er schon aufgeräumt ist.

Was denkst du passiert, wenn du jeden Morgen oder jeden Abend 10 Minuten aufräumst?
Nur 10 Minuten!
Und was denkst du, wie krass der Effekt ist, wenn du es morgens und abends machst?

Genau, in kürzester Zeit kommst du an den Punkt, an dem du nichts mehr zum aufräumen hast und die Zeit zum Putzen nutzen kannst.
Damit kannst du die Punkte aus deiner wöchentlichen Routine schon mal abhacken und hast den Rest des Tages Zeit gespart.

Außerdem häuft sich die Unordnung nicht so an.
Das Problem ist nämlich, dass Unordnung andere Unordnung entstehen lässt.
Sobald dreckiges Geschirr in der Spüle steht, kommt anderes dazu. Weil es ja schon unordentlich ist, kommt es darauf nicht mehr an.
In eine saubere Spüle stellt aber niemand so schnell wieder dreckiges Geschirr.

10 Minuten sind so wenig Zeit, dass du dich immer dazu überwinden kannst.
Selbst dann, wenn du schon ziemlich müde bist. Oder etwas in Zeitdruck.
10 Minuten gehen immer.

Und der Effekt ist der Wahnsinn.

#3 regelmäßiges „nachmisten“smarter-aufraeumen

Auch wenn du deine Sachen schon mal entrümpelt hast, kann es nicht schaden, immer mal wieder durchzugehen und weitere Dinge auszumisten.

Nach einiger Zeit stellt man nämlich fest, dass der Pullover, bei dem man sich ja sowieso nicht 100%ig sicher war, tatsächlich nicht mehr so gut passt.
Oder dass du das Besteckset trotz aller Vorsätze kein einziges Mal benutzt.

Es schadet nicht, immer mal wieder durch deine Sachen zu schauen. Und es ist irgendwie befriedigend.

#4 1 Minute Regel

Die 1-Minuten-Regel ist so revolutionär wie die Speed Cleaning-Idee.
Du weißt schon, was sie bedeutet:
Wenn etwas weniger als eine Minute dauert, dann mach es sofort.

Wenn du zum Beispiel in der Küche hantierst und etwas Orangensaft oder Marmelade auf die Arbeitsfläche tropft, dann dauert es nur wenige Sekunden, kurz mit einem feuchten Lappen darüber zu wischen. Schon ist es wieder sauber und du verlässt die Küche so, wie sie vorher war.

Früher habe ich solche Dinge immer ignoriert, bis die Arbeitsfläche so voll mit Wasser und klebrigen Flecken war, dass ich nichts mehr darauf tun konnte. Erst dann habe ich sie sauber gemacht.

Jetzt schaffe ich es aber, nach jedem Kochen schnell aufzuräumen.
Und wenn ich das nächste Mal kochen möchte, muss ich nicht erst sauber machen.
Das hebt meine Laune extrem.

Wenn du alles sofort wegwischt, trocknet es auch nicht ein und du sparst dir zusätzlich etwas Zeit.
Nicht viel, aber es summiert sich über die Wochen.

#5 Wahrnehmung in Räumen

Eine ähnlich Vorgehensweise ist die genaue Wahrnehmung der Räume.
Wenn du in einen Raum hinein gehst, achte darauf, was schon ordentlich ist und was noch verbessert werden kann.
Mehr nicht. Achte einfach darauf.

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Bevor du den Raum wieder verlässt, schaust du dich nochmal um.
Dann beseitigst du alles, was du an zusätzlichem Chaos fabriziert hast. Und noch ein bisschen mehr.

Egal, was genau du machst.
Wichtig ist, dass du den Raum etwas aufgeräumter hinterlässt, als du ihn am Anfang vorgefunden hast.
Und das jedes Mal, wenn du den Raum verlässt.

Wenn du also im Wohnzimmer sitzt und ein Buch liest, zwischendurch aber mal aufs Klo gehst, dir einen Tee oder ein Stück Schokolade holst, räumst du jedes Mal ein wenig auf.

Ohne großen Aufwand verbreitest du so um dich herum Ordnung und Gemütlichkeit.
Meist dauert es nämlich nur zwei-drei Minuten.

#6 keine unnützen Wege

Eine ganz ähnliche Routine steckt hinter dem sechsten Tipp.
Wie er schon sagt, geht es darum, keine unnützen Wege zu gehen.

Statt dich auf den Raum zu konzentrieren, aus dem du hinaus gehst, denkst du an den, in den du hinein gehst.
Wenn du in die Küche gehst, nimmst du also direkt das Geschirr vom Mittagessen mit.
Ansonsten würdest du einen zusätzlichen Weg machen müssen, um das Geschirr später wegzuräumen. Absolut unnütz, wenn du ihn jetzt doch sowieso machst.smarter-aufraeumen

Wenn du hierauf achtest, ist deine Wohnung nicht automatisch ordentlicher.
Aber immerhin steht alles im richtigen Raum und ist dadurch leichter wegzuräumen.

#7 zurücklegen angewöhnen

Eine extrem nützliche Angewohnheit ist es, alles sofort wieder an den richtigen Platz zurückzulegen.

Darin bin ich noch immer nicht besonders gut. Aber ich bemühe mich und es wird langsam besser.

Die Idee ist ganz simpel. Wenn du etwas benutzt hast, dann lass es nicht erstmal neben dir liegen.
Räume es sofort weg und du hast nicht das Problem, sofort in Chaos zu versinken.

Der Vorteil davon?
Es kann gar kein Chaos entstehen, denn alles ist ja schon am richtigen Platz.

Du musst also nur noch putzen, das Aufräumen hat sich komplett erledigt.

#8 schnell drüber wischen

Auch beim putzen kannst du Zeit sparen, wenn du dir angewöhnst, nach dem Gebrauch schnell drüber zu wischen.
Dadurch sparst du dir das intensive Putzen nicht, aber in der Zwischenzeit sieht es immer sauber aus.

Diese Vorgehensweise lohnt sich bei der Arbeitsplatte in der Küche oder beim Waschbecken.
Hänge doch einfach einen Lappen neben das Waschbecken und gehe einmal drüber, nachdem du es benutzt hast.

So entstehen gar nicht erst diese hartnäckigen Schmutzränder, die dir beim putzen den letzten Nerv rauben.

#9 in hochwertige Arbeitsmaterialien investieren

Ein kleiner Tipp dazu:
Nimm Mikrofaser-Tücher. Weil die Fasern kleiner als Bakterien sind, werden sie dabei direkt mit aufgenommen und es ist auch ohne tägliche Putzmittel-Nutzung sauber.

Insgesamt lohnt es sich bei Zeiten in wirklich hochwertige und durchdachte Arbeitsmaterialien zu investieren.
Sie sparen dir einiges an Zeit und Mühe, wenn sie perfekt auf deine Bedürfnisse angepasst sind.

Und sie halten ewig, sodass du eine Investition in deine Zukunft tätigst.

#10 Einwirken lassen

Putzmittel arbeiten nicht mit Magie.
Es sind chemische Effekte, die den Schmutz lösen und alles sauber hinterlassen.
Ja, das ist ein wenig wie Magie, aber mit einem Unterschied: Es braucht seine Zeit.

Wenn du dir stundenlanges Schrubben ersparen möchtest, dann lass deine Putzmittel einwirken.
Je länger, desto besser.
Solange sie nicht wieder eintrocknen und selbst zum Teil des Schmutzes werden.

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Wenn ich das Bad putzen möchte, sprühe ich das Waschbecken, die Dusche und das Klo komplett ein und gehe dann erstmal wieder hinaus, um etwas anderes zu machen. Die Spülmaschine ausräumen zum Beispiel oder die Meerschweinchen füttern.

Wenn ich nach 15 bis 20 Minuten wieder zurück komme, ist alles so eingezogen, dass das Putzen wie in der Werbung funktioniert.
Drüber wischen und fertig. Ganz ohne Schrubben.

Und das funktioniert sogar, obwohl ich nicht die starken Chemiekeulen benutze, sondern den größten Teil meiner Putzmittel selbst herstelle.
Ein Hoch auf den Essig. Die tollste Erfindung seit es Obst gibt.

Schlussgedanken

Du hast jetzt 10 Tipps an die Hand bekommen, wie du ohne viel Aufwand ein sauberes und ordentliches Zuhause bekommst.
Ich habe alle getestet und sie funktionieren wirklich.

Allerdings kannst du nicht alle gleichzeitig benutzen. Das würde zu viel Chaos in deinem Kopf verursachen. Und das wiederum würde zu Chaos um dich herum führen.
Probiere die Punkte aus, die dich ansprechen. Und bleibe bei denen, die für dich funktionieren.

Du bist großartig.
Pass dein Leben an dich an und liebe dich!

Mit welchem Trick hältst du dein Zuhause einfacher sauber und ordentlich?

 

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2 Comments

  • Reply Kathi 4. Oktober 2018 at 11:32

    Mein Lieblingstrick stammt von meiner Mama und ist ganz simpel (ähnlich zu Trick Nr. 6): Verlasse nie ein Zimmer mit leeren Händen. Das heißt ganz egal, in welchem Zimmer ich mich gerade befinde und wo ich gerade hingehen möchte, ich schaue mir kurz um, ob es etwas gibt, was ich entweder in das Ziel-Zimmer mitnehmen kann oder was ich auf dem Weg eben wegräumen kann.
    Wenn man sich das einmal angewöhnt hat, dann hat man ganz schnell das Geschirr immer in der Spülmaschine oder das Buch neben dem Bett liegen, statt irgendwo anders im Weg 🙂

    • Reply Janina Jaeckel 4. Oktober 2018 at 11:40

      Liebe Kathi,
      das ist ein super Tipp. Das werde ich mir auch mal angewöhnen. Irgendetwas gibt es immer mitzunehmen.
      Vielen Dank, dass du die Weisheit deiner Mutter mit uns geteilt hast.
      Liebe Grüße, Janina

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