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Wie du lernst, deinen Gefühlen wieder zu vertrauen

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Eigentlich wollte ich dies schon vor einiger Zeit schreiben. Ich haderte etwas mit mir, weil es heute ein wenig persönlicher wird. Aber dann kam ich zu dem Schluss, dass mein Blog keinerlei Wert hätte, wenn ich meine Erkenntnisse nicht mit dir teilen würde. Ich erzähle dir jetzt also eine kleine Geschichte aus meinem Leben.

Ich wollte vor einigen Tagen einen Artikel schreiben, aber ich konnte einfach nicht. Mein Kopf wollte nicht denken, mein Körper sich auf keinen Fall in die Nähe des Arbeitsplatzes setzen. Und meine Hände weigerten sich auch nur ein einziges Wort zu schreiben.
Solche Blockaden habe ich selten. Und so tat ich, was jeder unbedachte Mensch tun würde: Ich versuchte mich zu zwingen.
Den ganzen Vormittag verbrachte ich vor dem Laptop, zwang mich zum arbeiten und schrieb doch kein einziges sinnvolles Wort.

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Manchmal durchkreuzen unsere Gefühle unsere Pläne. Sie dann zu verdrängen und einfach weiter zu machen, ist dann oft die erste Wahl. Aber nicht unbedingt die Beste.

Bis ich es schließlich aufgab. Der ganze Tag kam mir gescheitert vor.
Nicht unbedingt, weil ich nicht schreiben konnte, sondern weil ich meiner inneren Stimme nicht treu geblieben bin.

Ich glaube fest daran, dass jeder auf seine Gefühle und die innere Stimme vertrauen kann. Sie sind die sicherste und verlässlichste Quelle, die wir haben.
Ganz offenbar bedeutet das aber nicht, dass es mir immer leicht fällt, darauf zu hören.
Besonders nicht in diesen Fällen, wenn ich ganz andere Pläne hatte.
Ich konnte, ich wollte nicht zuhören. Ich wollte meinen Zeitplan einhalten, produktiv sein und ich sah es gar nicht ein, einen ganzen Tag zu verlieren, nur weil ich mich nicht danach fühlte.

Als ich dann aber meinen Widerstand endlich aufgab und zuhörte, fiel schon der erste Druck von mir ab. Nur langsam, aber immerhin.
Früher hätte ich mich frustriert vor Netflix gesetzt, aber mittlerweile weiß ich es etwas besser. Also machte ich die Dinge, die mir gut tun. Nun gut, ich zwang mich zu diesen Dingen. Alles in mir schrie nach der seichten Ablenkung von Serien.
Stattdessen machte ich Yoga, ich meditierte, ich kochte etwas gesundes, malte und verbrachte Zeit mit meinen Schweinchen.

Nach ein paar Stunden, ging es mir merklich besser. Aber irgendwas stimmte noch immer nicht so richtig. Ich konnte es nicht greifen, aber da war etwas. Die innere Unruhe wollte mich einfach nicht loslassen.
Ich hatte die Unruhe bis dahin nicht bemerkt, aber sie war schon seit mehreren Tagen in mir. Nur hatte ich mir keine Zeit genommen, in mich hinein zu horchen.

Gefühle sind nicht immer einfach, aber immer richtig

Jetzt war das anders. Irgendetwas drängte mich dazu, genauer hinzuschauen. Das Leben stellte sich kurzerhand tot und zwang mich ebenfalls inne zu halten.

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Ich brauchte einige Zeit der Selbstbetrachtung und einen Streit mit meinem Liebsten, bis ich begriff, dass mich meine Gefühle gar nicht hintergangen hatten.
Sie zeigten mir nur das, was mein Verstand nicht sehen wollte.
Der ganze Unmut und der Stress in mir lagen nicht am Schreiben und auch nicht an meinem Job. Es war nur notwendig gewesen, zur Ruhe zu kommen und mich den beiden wichtigsten Menschen in meinem Leben zu widmen: mir selbst und meinem Liebsten.

Ja, nach sechs Jahren Beziehung ist nicht immer alles eitler Sonnenschein. Manchmal muss es erst krachen, damit man merkt, dass etwas verkehrt läuft. Und manchmal muss es dabei ein bisschen weh tun, damit wir wirklich aufwachen.
Es dauerte die halbe Nacht, aber wir konnten endlich so intensiv miteinander sprechen, dass wir erkannten, was sich auf beiden Seiten langsam zwischen uns gedrängt hatte.
Nicht zum ersten Mal bin ich meiner sensiblen Natur sehr dankbar, dass sie zumindest unbewusst so viel wahrnimmt.

Hätte ich früher auf meinem Körper und meine Gefühle gehört, hätte ich die ganze Geschichte vielleicht abkürzen können. Aber manchmal muss es eine Verzögerung geben, damit wir vorbereitet sind und alle Umstände zueinander passen.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich müde und emotional erschöpft, aber auch dem Mann ein wenig näher, den ich liebe.
Ich habe mich wieder daran erinnert, wie wichtig es ist, die Menschen so zu sehen, wie sie sind, statt an unseren Phantasievorstellungen und Illusionen von ihnen festzuhalten. Ehrlichkeit und Akzeptanz ist es, was uns einander näher bringt – nicht unsere überzogenen Erwartungen davon, wie etwas sein sollte.

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Wie du deinen Gefühlen im Alltag zuhören kannst

Hast du auch oft das Problem, dass du im Alltag einfach nicht achtsam genug bist, um innere Widerstände wahrzunehmen und vernünftig mit ihnen umzugehen?
Mir passiert das sehr oft und deshalb habe ich mir ein Vorgehen überlegt, damit das In-sich-hinein-horchen zu einem festen Bestandteil meines Lebens wird.

Das Prinzip ist super simpel. Ich glaube, deshalb ist es auch so effektiv.
Bevor ich mit der Arbeit anfange oder auch wenn ich von einer Aufgabe zur nächsten wechsel, nehme ich mir 3 bis 5 Minuten.
Mehr Zeit braucht es gar nicht.

In diesen wenigen Minuten mache ich nichts. Ich atme und lausche in mich hinein. Ich beobachte, was ist.
Wenn ich dann entspannt bin, frage ich mich „wie fühle ich mich bezüglich der vor mir liegenden Aufgabe?“.
Dann lausche ich nur noch. Nach kurzer Zeit kommt eine Antwort. Entweder entstehen Bilder oder Gedanken in meinem Kopf oder Empfindungen im Körper. Ich beobachte sie einfach und akzeptiere sie so, wie sie sind.

Wenn ich Widerstände in mir spüre, brauche ich meist noch etwas mehr Zeit. Dann warte ich, bis das Gefühl langsam etwas schwächer wird. Und stelle mir wieder eine Frage. „Warum fühle ich mich so?“ oder „Was steckt dahinter?“
Das wiederhole ich so lange, bis ich eine deutliche Erleichterung spüre.

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Wenn wir unsere Gefühle zulassen, kommt alles wieder in Fluss und Blockaden können abgebaut werden.

Manchmal kann ich danach einfach anfangen zu arbeiten. An anderen Tagen erledige ich vorher noch etwas, das ich lange vor mir hergeschoben habe und jetzt endlich erledigt werden will. Und manchmal merke ich, dass ich Zeit für mich brauche. Dann nehme ich mir noch eine Stunde und mache einfach gar nichts oder schreibe in mein Journal und analysiere, was ich vorher gespürt habe.

Wenn du Vollzeit arbeitest mit festen Zeiten, kannst du nicht einfach eine Stunde später kommen, weil du dich nicht danach fühlst.
Aber allein die Tatsache, dass du deine Gefühle wahrgenommen und sie akzeptiert hast, wird dir das Arbeiten deutlich erleichtern. Meist sind es nicht die Aufgaben selbst, sondern unsere inneren Widerstände, die uns die Energie kosten.
Mit ein wenig Achtsamkeit kannst du dieses Leck ganz einfach schließen.

Schlussgedanken

Du musst nicht immer gut drauf sein und funktionieren.
Du darfst deine negativen Gefühle zulassen und du selbst bist die einzige Person, die richtig mit ihnen umgehen und sie reflektieren kann.

Höre auf deine Gefühle. Vertraue deiner inneren Stimme.
Sie führen dich auf den für dich richtigen Weg. Auch wenn der manchmal etwas schwieriger aussieht als der geplante.

Wenn du Widerstände bei bestimmten Arbeiten in dir spürst, ist es besser, dich den Widerständen zu widmen und genauer hinzuschauen. Irgendetwas steckt immer dahinter.
Die Holzfällermethode, bei der wir einfach mit geschlossenen Augen und vollem Körpereinsatz versuchen, den Widerstand zu durchbrechen, ist in unserer Gesellschaft vielleicht die anerkannte. Aber sie führt dich nur in eine Spirale aus Stress, Frustration und Erschöpfung.

Du bist großartig und wichtig genug, dass du dir Zeit nehmen darfst, um dich mit deinen Gefühlen auseinanderzusetzen.

Wann hast du das letzte Mal inne gehalten und dem Spiel der Emotionen in dir gelauscht?

Fühlst du dich von den Emotionen, die in dir aufsteigen überfordert? Dann lies hier nach, wie du mit starken Gefühlen umgehen kannst, ohne dich überwältigen zu lassen.

Spürst du oft Unwille, etwas zu tun, zwingst dich dann aber doch durch den Tag? Es gibt eine effizientere Möglichkeit, die dich weniger Energie kostet! Spürst du oft Unwille, etwas zu tun, zwingst dich dann aber doch durch den Tag? Es gibt eine effizientere Möglichkeit, die dich weniger Energie kostet! Spürst du oft Unwille, etwas zu tun, zwingst dich dann aber doch durch den Tag? Es gibt eine effizientere Möglichkeit, die dich weniger Energie kostet! Spürst du oft Unwille, etwas zu tun, zwingst dich dann aber doch durch den Tag? Es gibt eine effizientere Möglichkeit, die dich weniger Energie kostet! Spürst du oft Unwille, etwas zu tun, zwingst dich dann aber doch durch den Tag? Es gibt eine effizientere Möglichkeit, die dich weniger Energie kostet!
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