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Nach dem eigenen Zyklus essen – so läuft es bei mir

Blogtitle Zyklus essen

Früher ging es auf meinem Blog ausschließlich um gesunde Ernährung.
Es fühlt sich also sehr vertraut an, jetzt wieder darüber zu schreiben.

Meine Perspektive darauf hat sich aber komplett verändert.
Natürlich finde ich die ganzen komplexen Abläufe und Zusammenhänge noch immer spannend, aber die Beschäftigung mit der Ernährung ist schon lange kein Selbstzweck mehr.
Heute findet sie noch dort Platz, wo sie in meinem Leben aktiv von Nutzen ist. Aber nicht darüber hinaus.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Anpassung der Lebensmittel nach den Phasen meines Zyklus.
Ich habe über die bahnbrechenden Veränderungen schon in diesem Artikel berichtet.

Aber was es auf der alltäglichen Basis bedeutet, die Ernährung an den Zyklus anzupassen, habe ich nicht richtig beschrieben.

Der Anfang – Erinnerung

Ich habe mit der Umstellung angefangen, wie ich es immer tue: mit einer Liste.

Die Liste hängt an unserem Kühlschrank mit einem Bärchen-Magneten, der mit den Phasen umzieht.

So kann ich immer einen Blick darauf werfen und Flo weiß auch, was ich gerade bevorzuge.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Dinge, auf die ich gerade richtig Lust habe, oft auch genau diejenigen sind, die zu meiner Phase passen.
Das kann Einbildung sein. Oder einfach ein Beweis, dass der Körper genau weiß, was er braucht. Jedenfalls macht es vielen einfacher.

Ich schaue immer auf diese Liste, wenn ich koche oder mir einen Snack hole.
Wenn mein geplantes Essen nicht zur Phase passt, kann ich es meist mit ein oder zwei Zutaten doch einigermaßen passend machen.
Ich reiße mir aber kein Bein aus, wenn es einfach nicht funktioniert.

Rezeptsammlung

Nachdem die Liste schon ein paar Wochen im Einsatz war, habe ich in Trello ein eigenes Board für jede Phase eingerichtet und darin Rezepte gesammelt.
So kann ich ganz spezifisch nur in der jeweiligen Phase schauen.

Im Alltag benutze ich diese Rezeptesammlung aber kaum.
Die Liste ist eine echte Revolution in der Küche. Die Rezepte kommen eher selten zum Einsatz.
Ich koche einfach nicht so oft nach Rezept, sondern frei nach Schnauze.
Außerdem will ich selten viel Zeit mit dem Kochen verbringen.

Trotzdem haben mir die gesammelten Rezepte schon so einige Male geholfen, als mir die Ideen ausgingen. Und zu Beginn hilft es enorm, um ein Gefühl dafür zu bekommen ohne selbst zu viel darüber nachzudenken.

Die genervte Umgebung

Ein Punkt darf bei dem ganzen nicht vernachlässigt werden:
Es ist beinahe unmöglich, die Ernährung komplett umzustellen.

Schließlich leben wir nicht ganz allein in einer Blase.

Ich wohne mit Flo zusammen. Immer wenn er schwarze Bohnen macht und ich sage „Nein, jetzt ist die Zeit für Kichererbsen!“, will er mich am liebsten aus dem Fenster schmeißen.
Er kann einfach nicht nachvollziehen, warum es mir so wichtig ist, die Vorgaben zumindest grob einzuhalten.

Ich muss ihm aber zugutehalten, dass er sich trotzdem bemüht und hin und wieder einen Blick auf die Liste wirft.

Schaffe ich 70%?

Ich weiß leider nicht mehr wo, aber  ich habe gelesen, dass frau 70% anstreben, also 70% der Lebensmittel entsprechende der Vorgaben für den jeweiligen Zyklus wählen sollte.

Ich habe keinen blassen Schimmer, ob ich das schaffe.
Bei Getreide und Hülsenfrüchten achte ich relativ genau darauf.

Bei Obst wird es schon schwieriger.
Wenn wir frische Erdbeeren im Haus haben, aber gerade nicht die richtige Zeit dafür ist, scheiß ich auf die Empfehlung.
Ganz ehrlich, bei Beeren hört es auf.

Auch Gemüse finde ich schwierig. Da fehlt mir ein wenig der Überblick.
Viele der Gemüsesorten stehen in mehreren Phasen und irgendwie komme ich von meinem Grundsatz „viel hilft viel wenn es um Gemüse geht“ nicht los.
An Gemüse esse ich alles, was auf dem Teller landet.
Nur gehe ich öfters die Liste durch und schaue, ob ich irgendwelche Extras einbinden kann.

Was sich verändert hat

Obwohl ich mich nicht idealtypisch an die Vorgaben halten, habe ich schon eine deutliche Veränderung bemerkt.

Zunächst habe ich mehr Energie. Das ist nicht zu leugnen, auch wenn der April etwas anstrengend war.
Und ich habe öfter gute Laune – eigentlich sogar jeden Tag. Keine Ahnung, ob das wirklich von der Ernährung kommt, aber ich habe jedenfalls keine Stimmungsschwankungen um meine Periode herum.

Das liegt vielleicht auch daran, dass ich keinerlei Schmerzen mehr habe.
Keine Schmerzen in der Brust und kaum Unterleibsschmerzen.
Beides hatte ich relativ stark, seit ich vor fünf Jahren die Pille abgesetzt habe.

Außerdem reagiert mein Körper stärker auf die Anreize, die ich beim Sport setze.
Glaube ich zumindest.

Schlussgedanken

Wie viele der Veränderungen wirklich von der Ernährungsumstellung kommen, kann ich nicht sagen.
Ein großer Teil hängt sicherlich damit zusammen, dass ich mehr auf die Bedürfnisse meines Körpers achte und eine tiefere Verbindung zu ihm aufgebaut habe.

Auch das ist ein unweigerlicher Effekt, den ich nicht missen möchte.

Wenn man lernen möchte, seinen Körper zu lieben, dann geht der einfachste Weg über das Verständnis für die außergewöhnlichen Prozesse in seinem Innern.

Ich liebe meinen Körper jetzt viel mehr als ich es noch vor ein paar Monaten tat.
Ich achte mehr auf ihn. Und ich höre zu.
Allein dafür hat es sich schon gelohnt.

 

Wie sieht es bei dir aus?
Hast du die Ernährung nach deinem Zyklus ausprobiert?
Wenn ja: wie lief es? Welche Erfahrungen hast du gemacht?
Falls nein: Hast du Bedenken oder konkrete Gründe, es nicht zu tun?
So oder so lass mir einen Kommentar hier, dann können wir uns austauschen.

Du bist großartig. Pass dein Leben an dich an und liebe dich.
Und deinen Körper.

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2 Comments

  • Reply Desi 1. August 2018 at 5:45

    Hi :),

    bin gerade auf deinen wunderschönen Blog gestoßen.
    Kannst du mir die Liste zuschicken? Und auch deine Trello Boards interessieren mich. Ich möchte gerne meinen Zyklus unterstützen :).

    Liebe Grüße
    Desi

    • Reply Janina Jaeckel 3. August 2018 at 10:52

      Liebe Desi,
      Vielen Dank 🙂 ich schicke dir beides gerne. Schreib mir doch eine Email an janina@fensterbanktomaten.de, dann schicke ich es dir zu.
      Habe einen wunderschönen Tag und einen großartigen Zyklus 😉

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