Blockaden-Typen im Überblick

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Hier findest du nochmal alle Typen von inneren Blockaden im Überblick.
Zu gewissen Anteilen tragen wir alle viele verschiedene Arten von Ängsten und Selbstsabotagen in uns. Dein Haupt-Typ beeinflusst dich jedoch am stärksten.

Typ 1: Du hast Angst davor, Verantwortung zu übernehmen

Deine tiefste Angst besteht darin, Verantwortung zu übernehmen. Du willst nicht die Schuld an deinen eigenen oder den Fehlern anderer tragen.
Ganz automatisch suchst du nach Ausreden, warum du gar keinen Erfolg hättest haben können.

Leider führt das auch dazu, dass du gar nicht erst anfängst. Du konzentrierst dich mehr auf Entschuldigungen als darauf, weiter zu kommen.
Am liebsten ist es dir, wenn andere für dich die Entscheidungen treffen. Das funktioniert gut in Teams oder mit einer guten Mentorin. Auf dich allein gestellt kommst du ins Straucheln.

Das eigentliche Problem dabei ist, dass du dich weigerst, die komplette Verantwortung für dein Leben zu übernehmen. Damit gibst du die Kontrolle ab und machst dich viel kleiner, als du bist.
Übe dich darin, auch mal eine eigene Meinung zu äußern. Versuche kleine Entscheidungen schnell und aus dem Bauch heraus zu treffen. So lernst du, dass es nicht schlimm ist, wenn du mal einen Fehler machst.

Kleinhalter: Immer eine Ausrede parat

Ist die Angst davor, Verantwortung zu übernehmen, groß, hast du immer eine Ausrede parat. Manchmal übersiehst du Lösungen, weil du mehr auf die Gründe achtest. Mit dieser Selbstsabotage willst du keine Entscheidungen treffen und fühlst dich im Team oder hinter einer Führungsperson wohler.

Typ 2: Du klammerst dich an Regeln

Deine tiefste Angst ist es, die Regeln zu brechen oder etwas Unerlaubtes zu tun.
Egal wie schwer die Strafe dafür ausfallen würde. Du willst unter keinen Umständen aus der Reihe tanzen.

Deshalb musst du alles vorab planen und erschaffst dir feste Regeln.
Daran hältst du dich selbst dann noch, wenn du dafür deine innere Stimme hintergehen musst. Regeln und feste Vorgaben geben dir Sicherheit.

Wenn etwas anders gemacht wird als bisher, der Status Quo verändert oder Zusammenhänge hinterfragt werden, wirst du nervös. Dir wäre es lieber, wenn alles so bleibt, wie es ist.

Übe dich darin, mehr Farben wahrzunehmen. Zwischen richtig und falsch gibt es viele Abstufungen. Trau dich, auch mal über die Linien zu malen. In dir steckt so viel mehr Spieltrieb, als du dir zugestehst.

Kleinhalter: Überbewerten von Regeln

Dir sind Regeln wichtig und du willst alles richtig machen. Du magst es, wenn alles nach einem vorgegebenen Plan abläuft. Tanzt du mal aus der Reihe, machst du dir große Sorgen über Konsequenzen. Du magst Gewohnheiten, Stabilität und Ordnung. Ist der Wert sehr hoch, neigst du zu striktem Schwarz-Weiß-Denken.

Typ 3: Du bist ein Rebell

Deine größte Angst ist es, zurückgewiesen zu werden.
Deshalb fällt es dir schwer, anderen zu vertrauen. Du weist sie lieber zurück, bevor sie dich zurückweisen können. Es braucht Zeit, bis du Menschen nah an dich ran lassen kannst.

Du bist wahrscheinlich ein kreativer Kopf und hältst dich nicht an Regeln, die für dich keinen Sinn machen. Team-Arbeit ist weniger dein Ding. Du führst andere lieber als zu folgen.

Du wirkst mutig auf andere, aber deine Mir-Egal-Einstellung wirkt nicht nur abweisend, du nutzt sie auch als Mittel, um andere auf Abstand zu halten. Du hast Probleme damit, um Hilfe zu bitten oder insgesamt deine Bedürftigkeit anzunehmen.

Weil du das Gefühl hast, nicht richtig dazu zu gehören oder anders zu sein, siehst du oft Zurückweisungen, wo vielleicht gar keine sind. Auf Kritik oder wenn du nicht einbezogen wirst, reagierst du sehr sensibel.

Du musst verstehen, dass du immer schon liebenswert und wertvoll warst. Dann mildert sich nicht nur der Druck, dich beweisen zu müssen. Du wirst auch erkennen, dass du die ganze Zeit geliebt worden bist.

Kleinhalter: Misstrauen

Misstrauen bezieht sich grundsätzlich auf andere Menschen. Ist dein Misstrauen hoch, hast du Angst davor, sie zu nah zu lassen, weil du schon oft enttäuscht wurdest. Du fühlst dich nicht richtig zugehörig und du reagierst sensibel auf Zurückweisungen. Deshalb machst du lieber dein eigenes Ding. Und zwar genau so, wie du es eben willst.

Typ 4: Du machst dir zu viel Druck

Deine tiefste Angst besteht darin, Fehler zu machen.
Du neigst entweder zum Aufschieben oder zum Perfektionismus. Vielleicht auch eine Mischung aus beidem.

Deine Angst vor Fehlern lässt dich alles lange vor dir herschieben oder hält dich gar ganz davon ab Anzufangen. Neues ausprobieren fällt dir schwer.
Gehst du mehr in die Richtung Perfektionismus dann arbeitest du wahrscheinlich viel härter als alle um dich herum, um eine perfekte Arbeit abzugeben. Du überprüfst alles vor Abgabe mehrmals.

Statt ins Handeln zu kommen, verbringst du viel Zeit mit der Vorbereitung, Recherche und Planung. Das Anfangen fällt dir ebenso schwer wie der Abschluss.

Deine Arbeit ist meist von hoher Qualität und du hast ein Auge fürs Detail.
Deine Angst vor Fehlern verhindert aber, dass du dazu lernst. Du bist zu selbstkritisch mit dir selbst und vergisst darüber, den Moment zu genießen.

Um daran zu arbeiten, kannst du andere bitten, dir sinnvolle Deadlines zu geben und dafür zu sorgen, dass du sie einhältst. So gewöhnst du dich daran, Projekte durchzuziehen.

Kleinhalter: Druck machen

Zu viel Druck sorgt dafür, dass du entweder bis zum letzten Moment prokrastinierst oder perfektionistisch jedes Detail mehrfach prüfst. Du kannst Fehler schwer akzeptieren und hast Angst davor, mit neuen Dingen anzufangen. Wahrscheinlich verbringst du viel Zeit mit Planung und Vorbereitung statt ins Tun zu kommen.

Typ 5: Du nimmst dich nicht ernst genug

Deine tiefste Angst besteht darin, andere zu enttäuschen und verurteilt zu werden. Du machst dir viele Gedanken darüber, was andere über dich denken könnten.

Am liebsten hast du ein Team um dich herum. Die Zustimmung deiner Mitmenschen ist dir unglaublich wichtig, denn dein Selbstwert ist abhängig von der Bestätigung anderer.
Problematisch wird es, wenn du kritisiert wirst. Oder wenn der Gruppendruck zu stark wird. Dann fällt es dir schwer, ins Tun zu kommen und für dich einzustehen.

Übe dich darin, deine Grenzen gegenüber anderen zu wahren und auch mal NEIN zu sagen. Du wirst merken, dass andere dich nicht weniger mögen werden als bisher. Aber du hast mehr Energie und Strahlkraft in dir, um für andere eine gute Freundin zu sein.

Kleinhalter: Selbstverleugnung

Selbstverleugnung ist die Angst davor, was andere über dich denken oder sagen könnten. Die Angst, andere zu enttäuschen. Ist der Wert bei dir hoch, konzentrierst du dich wahrscheinlich sehr auf deine Erscheinung und wie du wirkst. Du passt dich an deine Umgebung an, weil du dazugehören möchtest. Es fällt dir schwer, Nein zu sagen.

Typ 6: Du siehst in Allem das Schlechte

Deine größte Angst besteht darin, dass etwas Schlimmes passieren könnte.
Das Leben hat dich gelehrt, vorsichtig zu sein und das Schlimmste zu erwarten.

Dein Glaube, ein Opfer der Umstände, Menschen oder von bestimmten Ereignissen zu sein, mag gerechtfertigt sein. Er macht dich aber auch ohnmächtig.
Du lernst nicht, mit Problemen umzugehen und zu lösen, weil jede Herausforderung dich so aus dem Konzept bringt, dass du aufgibst.

Versuche, eine andere Einstellung zu deinem Leben zu bekommen. Alles hat sowohl negative als auch positive Aspekte. Nimm dir ein schlimmes Ereignis deiner Vergangenheit, das schon mindestens fünf Jahre her ist. Und dann schreibe dir mindestens 20 Punkte auf, die daran im Endeffekt positiv waren. Vielleicht ist etwas noch besseres entstanden, du hast etwas daraus gelernt oder bist einfach stärker geworden.
Denke daran: Das Leben passiert für dich. Damit du wachsen kannst.

Kleinhalter: Pessimismus

Pessimismus zeigt an, wie groß deine Schwierigkeiten sind, über vergangene Unglücke oder Probleme hinwegzukommen. Je stärker dein Pessimismus-Wert, desto weniger glaubst du an das Gute in der Welt und an deine Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Pessimismus lähmt und lässt dich schneller aufgeben.

Typ 7: Du traust dir nicht genug zu

Deine tiefste Angst besteht darin, nicht gut genug zu sein. Nicht schön/ schlau/ erfolgreich/ schnell/ witzig/ fähig genug. Die Liste ist endlos.
Deine tiefe Unsicherheit lähmt dich regelrecht und hält dich davon ab, deine Träume zu verwirklichen.

Manchmal verleitet dich deine eigene Unsicherheit sogar dazu, besonders kritisch anderen gegenüber zu sein. Das liegt vor allem daran, dass deine Selbstgespräche sehr negativ sind.
Du hast eine laute und kritische innere Stimme, die dich beständig klein macht.

Die Arbeit mit der inneren Stimme ist schwierig. Für den Anfang kannst du dich mit positiven Affirmationen immer wieder daran erinnern, wie toll du bist. Betone deine Erfolge mehr. Schreibe ein Erfolgsjournal und gönn dir mehr Zeit für deine Hobbies, in denen du mit Leichtigkeit in dein Potenzial kommst.

Kleinhalter: Selbstzweifel

Selbstzweifel stehen für die Angst davor, nicht (gut) genug zu sein. Der Wert ist umso höher, je negativer deine innere Stimme ist. Dann bist du dir selbst gegenüber übermäßig kritisch, hast vielleicht auch oft Neidgefühle. Manchmal lähmen dich deine Unsicherheiten, aber sie spornen dich auch an, härter zu arbeiten. Mit Selbstzweifeln willst du lieber beim Altbekannten bleiben, statt Neues zu versuchen.

Du möchtest noch mehr?
Eine detaillierte Beschreibung aller sieben Typen und wie du am einfachsten mit ihnen umgehen kannst, findest du hier.