Warum du deine innere Unruhe nicht wegdrücken darfst

22. April 2020
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Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich in eine Decke eingekuschelt auf meinem super bequemen Sessel im Büro. Die Meerschweinchen mümmeln leise vor sich hin und es ist so früh, dass es ansonsten noch ganz ruhig ist. Eigentliche perfekt zum Schreiben. Wenn da nur nicht diese innere Unruhe in mir wäre.
Heute ist eigentlich gar kein Arbeitstag. Heute ist ein Wandertag, was bedeutet, dass mir nicht viel Zeit bliebt, bis mein Liebster aufsteht und wir alles für den Tag vorbereiten.
Trotzdem habe ich mir fest vorgenommen heute zu schreiben. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht weil meine Intuition wusste, dass ich mit meiner eigenen Unruhe konfrontiert werden würde. Und dass ich das mit dir teilen würde.

Eigentlich ist Schreiben eine super einfache Sache für mich. Ich setze mich hin, schließe die Augen und meditiere. Und wenn ich tief im Gefühl des Flows bin, kommt das Bedürfnis zu Schreiben von allein. Ich habe einen Artikel schon fertig, bevor ich überhaupt weiß, worüber ich schreiben will. Die Worte fließen einfach aus mir heraus und ich bin hinterher manchmal selbst überrascht, was ich geschrieben habe. Die Korrektur ist eine andere Sache, aber das erste Schreiben ist leicht.

Heute jedenfalls klappt es nicht. So sehr ich auch versuche, das Gefühl des Gehetzt-Seins abzuschütteln, es hält einen festen Klammergriff um meinen Bauch. Dieses Gefühl hat nichts von der Vorfreude auf den wunderschönen Tag heute, nur Abwehr und Angst. Als könnte jeden Moment ein Säbelzahntieger um die Ecke kommen und mich fressen.

Die Emotion kenne ich aus diesen Träumen, in denen ich wie ein aufgescheuchtes Huhn hin und her renne, um etwas zu erledigen, was ich nie zu Ende bekomme – meistens etwas Packen.
Kennst du diese Träume?
Sie sind ein deutliches Zeichen, dass wir nicht im Flow sind. Dass wir zu sehr versuchen, die Kontrolle zu behalten. Und genau so einen Traum hatte ich letzte Nacht.

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Im Fluss zu sein bedeutet aber nicht Kontrolle. Es bedeutet die Kontrolle aufzugeben, besonders die Kontrolle über die Zeit. Oder genauer gesagt, die Zeit vollkommen zu vergessen.

Innere Unruhe annehmen

Um in den Flow zu kommen und inneren Frieden zu finden, müssen wir uns zuerst dem Gefühl in unserer Magengegend widmen. Es zu verdrängen wird nicht helfen. Und kopfloser Aktionismus bringt uns hier auch nicht weiter.

Wir müssen unsere Unruhe wirklich spüren. Sie zulassen. Annehmen, dass sie da ist.
Sonst hilft keine Meditation der Welt. Das Gefühl wird bleiben und uns daran hindern, tiefer in uns zu gehen.
In einem solchen Zustand treffen wir die falschen Entscheidungen. Wir machen Fehler und noch schlimmer: wir öffnen uns nicht für die Schönheit der Welt um uns.

Wenn du dich gerade unruhig fühlst, atme erstmal tief durch.
Konzentriere dich darauf, wie sich dein Körper anfühlt.
Wie wirkt das Gefühl in dir?

Bei mir fühlt es sich an, als würde sich eine lebendige Schlange in meinem Magen winden. Als wären die Organe selbst in Bewegung. Bei dir kann es sich aber auch völlig anders anfühlen.

Wichtig ist, dass du voller Neugier auf das Gefühl zugehst. Du bist die Forscherin deiner eigenen Innenwelt.
Und es ist verdammt spannend, sich selbst auf diese Art kennen zu lernen.

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Der Grund für deine Unruhe

Jede innere Unruhe hat einen Grund. Sie ist keine Überreaktion oder etwas, das dich einfach etwas nerven möchte. Hinter ihr steht eine reale Ursache. Und erst wenn wir sie erkannt und erspürt haben, können wir das Gefühl selbst heilen.

Atme dafür tief in die Stelle, in der du die Unruhe spürst.
Und stelle deine Frage direkt an diesen Teil deines Körpers:

Worauf will mich dieses Gefühl hinweisen?
Was will es mir sagen?

Lass einfach all die Bilder, Worte und Eindrücke zu dir kommen. Nimm vielleicht einen Stift zur Hand und schreib es auf. Erkenne alles erstmal an, was als Antwort auf deine Frage entsteht.

Dabei kann manchmal etwas völlig unerwartetes in deinem Kopf Gestalt annehmen.
Vielleicht brauchst du nur eine Pause und etwas zu trinken. Vielleicht hattest du etwas vergessen und jetzt fällt es dir wieder ein. Oder es liegt an dem, was du gerade zu tun versuchst.

Innere Unruhe auflösen

Wenn dich eine Aufgabe so sehr stört, dass du einfach nicht in den Flow kommst, kannst du versuchen sie zu delegieren, zu tauschen oder zumindest mit etwas Schönem wie einer Tasse Tee zu verbinden.
Mir hilft es in einem solchen Fall immer darüber zu schreiben. Das beruhigt mich, schenkt mir Klarheit und neue Einsichten.
Vielleicht brauchst du eher einen Spaziergang, um darüber nachzudenken. Ein Gespräch oder ein optimistisches Schaubild. Oder du legst eine schnelle Selbstfürsorge-Routine ein, wie du sie im Selbstliebe-Notfall-Kit vorbereitet hast.

Was auch immer dir hilft, den Überblick zu behalten und etwas Ruhe hinein zu bringen, ist keine Zeitverschwendung sondern ein notwendiger Teil des Prozesses.

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Vertrau auf dein Gefühl und gestalte deine Aufgabe so, wie du es brauchst.
Dann lässt die innere Unruhe nach. Bald schon stellt sich eine tiefere Konzentration ein und schließlich mischt sich die leise Freude des Tuns hinein. Dann bist du im Flow und nichts kann dich mehr stressen.

Immerhin haben wir alle die gleichen 24 Stunden am Tag. Und damit müssen wir auskommen.
Warum also nicht einfach damit abfinden und uns glücklich schätzen? Das klingt fast zu einfach. Aber so ist es.

Denk daran: Die Art, wie wir etwas tun, ist wichtiger als das, was wir tun.
Das bedeutet im Klartext: Versuche mit einer Einstellung der inneren Ruhe und Freude an jede Aufgabe heranzugehen. Wenn du zuerst deine Einstellung überprüfst, wirst du mit deinen Handlungen viel schneller bessere Ergebnisse erzielen.

Ich wünsche dir, dass du dein Leben jeden Tag mit Freude und Selbsterkenntnis füllen kannst. Du verdienst es, dein Leben frei zu gestalten.

Alles Liebe
Janina

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