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Mit diesen 7 Fehlern zerstört fast jeder sein Körpergefühl

24. September 2019
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Immer wieder bekomme ich Emails von Leserinnen, die sich in ihrem Körper einfach nicht wohlfühlen. Egal ob das an einer Krankheit oder am Aussehen liegt. Sie alle haben das gleiche Problem: Sie kämpfen gegen einen Feind, der keiner ist.

In diese Falle treten wir alle von Zeit zu Zeit. Wir schaffen es nicht, unseren Körper anzunehmen.

Wir powern durch und arbeiten noch ein bisschen mehr, auch wenn wir erschöpft oder sogar krank sind.
Wir haben kein Körperempfinden wie Hunger- oder Sättigungsgefühl mehr, weil wir aufgehört haben, auf die Signale zu reagieren.
Und wir bestrafen uns permanent selbst für unser Aussehen, unsere Schwäche und jeden Fehler.
So haben wir gelernt, unseren Körper zu behandeln.

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Trau dich, deine Stärke zu leben und zu der einzigartigen Person zu werden, die in dir steckt.

Dabei vergessen wir eines:
Unser Körper ist wie er ist. Erst unsere negative Bewertung schreibt ihm Attribute wie hässlich oder schwach zu. Und nur wir können etwas an daran ändern.
Hier sind die 7 schlimmsten Fehler, die wir alle machen und die unsere Sicht auf unseren Körper jeden Tag verschlechtert.

#1 Konzentrier dich auf deine Fehler

Unsere Erziehung hat uns darauf getrimmt, perfekt sein zu wollen und die Maßstäbe immer gerade so hoch zu stecken, dass wir sie nie erreichen können. Frust und Selbstvorwürfe inklusive. Unsere Augen suchen automatisch nach jeder Falten, Hautunebenheiten oder dem kleinsten Fettpölsterchen.
Unter keinen Umständen können wir gut genug sein. Und schon gar nicht schön genug.

Dieser tief verwurzelte Glaubenssatz beeinflusst uns täglich. Mit einer solchen Programmierung können wir gar nicht anders, als so lange nach immer neuen Fehlern zu suchen, bis wir auch wirklich welche gefunden haben. All die Schönheit und die positiven Aspekte unserer Erscheinung und unseres Selbst lassen wir dabei gerne außen vor.

Wer Fehler sucht, wird sie auch finden.
Das gleiche gilt aber auch für das Gegenteil. Statt vor dem Spiegel zu prüfen, ob wir all unsere Makel versteckt haben, können wir die Frage ändern:
Was an mir ist schön?
Unser Unbewusstes kann gar nicht anders, als eine Antwort auf diese Frage zu finden. Und so verändern wir unser Körpergefühl sofort und langfristig.

#2 Motiviere dich selbst, indem du dich runter machst

Bei manchen ist es die Stimme ihrer Mutter. Bei anderen die eines Lehrers oder gar die eigene. Wir haben sie alle: diese kleine Stimme, die jede unserer Handlungen kritisch beäugt. 

Jedes Mal wenn wir erschöpft auf die Coach sinken. Wenn wir uns nicht konzentrieren können. Den Sport ausfallen lassen oder doch noch einen Schokoladenriegel essen. Dann hämmert sie mit absoluter Zuverlässigkeit auf uns ein. Wir beschimpfen uns selbst. Sagen, wir sollten uns nicht so anstellen, nicht so faul sein. Nicht so schwach.

Damit erzeugen wir Stress, der noch mehr Erschöpfung und noch mehr Widerstand auslöst. Kurzum wir erreichen das Gegenteil von dem, was wir eigentlich wollen.

Die Alternative für ein besseres Körpergefühl ist Verständnis. Betrachte deine Erschöpfung oder deine Heißhungerattake nicht länger als Feind, den du bekämpfen musst. Sie sind Zeichen deines Körpers und deiner Seele, das etwas fehlt. Wenn du anfängst zuzuhören, kannst du dir selbst geben, was du brauchst. Und dann wird Motivation kein Problem mehr für dich sein. 

Wenn du dich schon mal trotz Müdigkeit dazu gezwungen hast, zu lernen, weißt du wovon ich spreche. Du kannst stundenlang am Schreibtisch sitzen, ohne etwas in deinen Kopf zu bekommen. Nach einer halben Stunde PowerNap sieht die Welt aber schon wieder ganz anders aus.

#3 Zwing dich zu Sport, den du hasst

Wir wollen Fett verbrennen, also gehen wir joggen. Wir wollen einen knackigen Hintern, also machen wir Kniebeugen. Ob wir danach vor Glück strahlen, ist egal.

Wir haben völlig vergessen, dass unser Körper dafür gemacht ist, sich zu bewegen. Alles in ihm sehnt sich danach. Nicht nach der einen exzessiven Stunde Sport die Woche, sondern nach Beständigkeit.
Bewegung macht uns glücklicher, gesünder und leistungsfähiger.Im Gehirn werden Glückshormone ausgeschüttet. Die Verdauungsorgane arbeiten besser. Und die Versorgung mit Sauerstoff sorgt für mehr Energie

Die Lösung liegt nicht darin, uns öfter zu noch härteren Sport zu zwingen. Das erzeugt nur Widerstand. Wie wäre es, wenn wir mit Freude und einem Hang zum Spielen an die Sache gehen würden?
Hör auf, über die Effekte nachzudenken. Überlege dir, was dir wirklich Spaß macht. Mache mehr von den Sachen, die dich glücklich machen.

Schenke deinem Körper die Bewegung, die er braucht. Es muss nicht viel sein. Nur regelmäßig. Er wird es dir mit einem außergewöhnlichen Körpergefühl danken.

#4 Antreiben ohne Pausen – Körpergefühl ausschalten

Auch wenn Beschäftigt-Sein heute zum guten Ton gehört, sind weder Körper noch Geist darauf ausgelegt, in einem durch zu arbeiten. Im Körpergefühl wissen wir, dass sich Phasen der Aktivität und Passivität abwechseln.

Das gilt für Monate, Wochen und auch Tage. Wenn du nicht zwischendurch eine Pause einlegst, wirst du über kurz oder lang einfach zusammenklappen. Dein Körper nimmt sich dann, was er braucht.

Damit es nicht soweit kommt, kannst du einfach regelmäßig Pausen einplanen. Mache ein oder zwei Tage die Woche wirklich mal nichts. Geh während der Arbeit zwischendurch raus oder auch nur aufs Klo. Jede kleine Unterbrechung kann dich davor bewahren, nächstes Jahr einen Burnout zu bekommen. 

#5 Ignoriere die Bedürfnisse deines Körpers

Damit haben wir ein wichtiges Thema bereits angeschnitten: unsere Bedürfnisse. Besser gesagt die Bedürfnisse unseres Körpers. Wusstest du, dass in uns abermillionen von Zellen rund um die Uhr arbeiten, um uns am Leben zu erhalten? Und dabei ist der ganze Körper unglaublich widerstandsfähig. Dass etwas nicht stimmt, merken wir erst, wenn das betroffene Gewebe schon zu 80% kaputt ist. Vorher funktioniert es reibungslos.

Wir haben ein ausgeklügeltes System aus Warnsignalen zur Seite gestellt bekommen. Nur nehmen wir das nicht ernst. Wir meckern über Schmerzen, ignorieren oder unterdrücken Hunger und Erschöpfung.Solange bis wir die Verbindung zu unserem Körper vollkommen verloren haben. Stress, Burnout, Übergewicht und chronische Müdigkeit sind nur die Vorboten für weit schlimmere Krankheiten, die eintreten wenn wir unser Körpergefühl ignorieren.

Dabei ist es ganz einfach, dem Körper achtsam zu begegnen und ein gesundes Verhältnis zu ihm aufzubauen. Fang heute an und achte genau darauf, wie sich dein Körper anfühlt. So wirst du deinen Bedürfnissen gegenüber immer achtsamer und entwickelst deine eigene Körper-Intuition.

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#6 Verstecke all deine Fehler und Makel vor anderen

Schminken, enge Kleidung und hochhackige Schuhe gehören für viele zum normalen Alltag dazu. Warum eigentlich?
Klar, wir fühlen uns selbstbewusster, wenn wir uns schön machen. Aber eigentlich verstecken wir uns hinter all dem Schnickschnack.

Frage dich einmal selbst.
Worauf achtest du, wenn du dich fertig machst? Deine Schönheit zu betonen? Oder deine Fehler zu kaschieren?
Was machst du, wenn du einen guten ersten Eindruck machen möchtest? Konzentrierst du dich auf deine Stärken? Oder umschiffst du alles, was als Schwäche angesehen werden könnte?

Wir alle sind Menschen mit Stärken und Schwächen. Auch wenn wir in unserer Gesellschaft gelernt haben, uns für unsere Fehler zu schämen, machen sie doch unsere Persönlichkeit aus.
Langfristig wird sich deine gesamte Einstellung zu dir und deinem Leben verändern, wenn du dir bessere Fragen stellst.
Was an dir möchtest du betonen?
Welche Stärken möchtest du ausbauen?

#7 Konsumiere mehr Medien – gegen dein Körpergefühl leben

Jeder von uns erwischt sich manchmal dabei, wie sie durch instagram scrollt oder irgendeinen Scheiß im Fernsehen schaut und sich dabei unwillkürlich mit den perfekten Körpern, Leben oder Abenteuern vergleicht. Natürlich wissen wir, dass es ein winzig kleiner Ausschnitt ist, den wir dort sehen. Und dass alles so arrangiert ist, dass es besonders schön wirkt.

Nur unser Unbewusstes bekommt das nicht mit. Es nimmt einfach auf, was wir sehen und speichert es als Realität ab. So tragen wir dann immer eine ganze Reihe an Idealbildern mit uns herum, mit denen wir uns selbst vergleichen können. Dass sie nunmal keineswegs realistisch sind, spielt dann keine Rolle mehr. Negative Selbstbewertung und schlechte Laune sind vorprogrammiert.

Statt dich permanent mit diesen falschen Idealbildern zu beschallen, kannst du deine Freizeit auch einfach so gestalten, dass du deinen eigenen Wünschen und Träumen näher kommst. Lese mehr. Lerne über dich und alles, was dich interessiert. Gehe raus und erlebe deine eigenen Abenteuer. Lebe erfüllt.

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Verbinde dich mit dir selbst für ein unerschütterliches Körpergefühl

Es ist gar nicht so schwierig, sich wieder mit dem eigenen Körper zu verbinden. Jede der beschriebenen Veränderungen wirkt kleine Wunder. Nicht über Nacht. Aber dafür nachhaltig und von der Wurzel aus.

Stell dir vor, du würdest morgens mit einem Strahlen im Gesicht in den Spiegel sehen und dich einfach wohl fühlen.
Lohnt es sich für dieses Gefühl nicht, deinen Fokus zu verändern? Ja, das meine ich auch.

Wie liebevoll gehst du mit deinem Körper um?
Was machst du, um ein positiveres Körpergefühl zu entwickeln?

Ich wünsche dir, dass du erkennst, welch ein Wunder dein Körper ist. Du bist schön, wie du bist.

In Liebe
Janina

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