Manifestieren klappt bei dir nicht?

5. Juni 2020
manifestieren

Das Gesetz der Anziehung hat einen ganz eigenen Reiz auf uns alle. Die Idee ist so großartig. Manifestieren ist beinahe zu schön, um wahr zu sein. Wir überlegen uns, was wir wollen, halten daran fest und das Universum liefert es. Natürlich Frei Haus.
Nun gut. Großartig ist es zumindest dann, wenn es funktioniert.

Klappt es bei dir?

Wenn nicht, liegt das nicht etwas daran, dass die ganze Idee vollkommener Mumpitz ist. Und es liegt nicht an dir.
Das Gesetz der Anziehung funktioniert nur nicht für alle gleich. Die wenigsten können Dinge einfach so manifestieren.
Die meisten Menschen funktionieren vollkommen anders.

Egal was du möchtest, du musst den für dich richtigen Weg dorthin finden. Und das ist gar nicht so einfach, denn meist wissen wir nicht mal genau, was wir wollen.

Uns wurde unser Leben lang erzählt, unser Verstand sei der entscheidende Faktor. Dabei ist er, wenn wir ihn als Entscheider und Ausführer nutzen eher ein Hindernis auf dem Weg zu dem Leben, das wir wirklich wollen.
Es liegt einfach in der Natur des Verstandes, das Für und Wider abzuwägen. Voraus zu springen und zurück zu schauen.

Wir können mit unserem Verstand etwas von allen Perspektiven betrachten. Aber er kann keine Entscheidungen für uns treffen. Zumindest nicht die richtigen.
Das merken wir schon daran, dass uns das Erreichen von Zielen, die wir mit unserem Verstand ausgesucht haben, nicht wirklich glücklich macht. Wir arbeiten darauf hin entsprechend unserer Zielsetzung – manchmal jahrelang – und dann lässt es uns leer und erschöpft zurück.

Eine gute Entscheidung bringt uns nicht unbedingt den Millionen-Erfolg. Aber sie lässt uns jeden Moment des Weges gut fühlen.

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richtig manifestieren

Auch das Manifestieren funktioniert anders, als wir uns das vorstellen. Es ist nicht so, dass unser Wunsch zu uns getragen wird, sobald wir ihn aufgeschrieben haben und uns dazu bringen, glücklich zu sein.

Tatäschlich bemerken viele, dass die Situation danach noch schlimmer wird. Und wir immer wieder auf das Ungewollte treffen. Manche sagen, das sei eine Prüfung, ob wir es wirklich ernst meinen. Aber ich glaube nicht, dass es so persönlich gemeint ist.

Es ist viel eher so, dass nicht unser Ziel sich bewegt, sondern wir selbst. Wir werden auf den richtigen Weg geführt. Sobald wir uns entscheiden und etwas wirklich wollen, wird uns unser Bauchgefühl dorthin ziehen, wo wir es bekommen.

Der Weg dahin kann trotzdem schwierig sein. Vielleicht besteht er darin, dich deinen Ängsten zu stellen, alte Wunden zu heilen oder eine wichtige Lektion zu lernen, die du im nächsten Schritt brauchst.

Das kann ziemlich herausfordernd sein. Nicht nur wegen den aufgewühlten Emotionen.
Auch weil wir die nächsten Schritte nicht kennen. Es verlangt uns Vertrauen ab, nicht zu sehen, wo wir den Fuß absetzen werden, und trotzdem einen Schritt zu machen.
Und genau das ist notwendig.

Dieses absolute Vertrauen kannst du trainieren, indem du mit kleinen Zielen startest, die sich nicht so wichtig anfühlen.
Ein Blumenstrauß ist leichter als das Geld, dass du für eine fällige Rechnung brauchst.
Um den Vertrauensmuskel zu stärken musst du wie beim Gewichtheben klein anfangen und erstmal lernen, wie du es für dich richtig machst.

Wir alle sind einzigartig und deshalb funktioniert auch das Gesetz der Anziehung für uns alle etwas anders.
Wenn du bisher noch keinen Erfolg mit der gängigen Methode des Manifestieren hattest, probiere die Methode, die ich für mich entdeckt habe, einfach mal aus und passe sie so an, wie es sich für dich richtig anfühlt.

die 5 Schritte des Manifestieren

Manifestieren bedeutet eigentlich nur, etwas sichtbar zu machen. Also etwas aktiv in unser Leben zu holen, was es vorher nicht darin gab. Für mich haben sich dabei diese fünf Schritte bewährt.

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Schritt 1: den Wunsch finden

Wir werden beständig mit Ideen und Vorstellungen bombardiert, wie das Leben sein könnte und sollte. Deshalb fällt es dir sicher nicht schwer, deine Wünsche zu formulieren.
Egal ob du ein neues Auto, eine Beförderung und eine tiefere Verbindung zu deinem Partner möchtest. Schreib alles erstmal auf eine Liste. Sie kann so lang oder kurz sein, wie es eben aus dir heraus fließt.

Wenn du fertig bist, nimm dir noch einen Moment Zeit, um die Wünsche zu betrachten.
Für wie wahrscheinlich hältst du diese Wünsche?
Schreibe hinter jeden Wunsch eine Zahl von 1 bis 10. Wobei 1 unwahrscheinlich und 10 sehr wahrscheinlich ist.

Für die wahrscheinlichen Wünsche brauchen wir weniger Vertrauen als für die schwierigen, also fang mit einem der Wünsche an, die einen Wert zwischen 8 und 10 bekommen haben.
Achte dabei auf dein Bauchgefühl und entscheide dich intuitiv. Denk nicht zu sehr darüber nach.

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Schritt 2: deine emotionale Reaktion

Unser Bauchgefühl und unsere Emotionen sind nicht das Gleiche.
Wenn dein Bauchgefühl dich zu einem Wunsch gebracht hat, gibt es in dir noch immer einige Gefühle dazu, die dem vielleicht zustimmen oder widersprechen.
Deine Gefühle haben immer das letzte Wort.

Aber anders als du glaubst. Wenn du eine starke emotionale Reaktion hast, ist das nicht der richtige Moment, um dich für diesen Wunsch zu entscheiden. Egal ob dein Gefühl positiv oder negativ ist.
Beobachte deine Gefühle und warte ab, bis es sich auspendelt und du innerlich ruhig bist. Das kann wenige Minuten, einige Stunden oder sogar Tage dauern. Übe dich hier in Geduld.
Fühlt sich der Wunsch jetzt noch richtig an? Dann kann es weiter gehen.

Schritt 3: Ängste aufdecken

Auch wenn der erste Wunsch uns noch so wahrscheinlich vorkommt, gibt es doch immer die innere Stimme des Zweifels. Alle Zweifel, die wir an der Möglichkeit der Erfüllung unseres Wunsches haben, gründen sich auf Angst. Angst lässt uns vor etwas zurückschrecken, selbst wenn wir es eigentlich wollen. Und so können wir nichts manifestieren.
Damit das nicht passiert, kannst du dir mit dieser Übung deiner Ängste im Bezug auf deinen Wunsch klar werden.

Du brauchst einen Stift, ein Blatt Papier und 5 bis 10 Minuten ungestörte Zeit.

Schreibe oben auf das Blatt: Ich, (dein Name), befürchte, dass ich nie (dein Wunsch), weil…
Und dann schreibst du einfach all die Dinge auf, die dich davon abhalten.
Also alle Fähigkeiten, die dir fehlen. All die Fehler, die du hast. Alles, was Schlimmes passieren könnte, wenn du es doch erreichst.

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Nehmen wir mal ein banales Beispiel: Du willst ein neues Auto.
Aber du hast nicht das Geld dafür. Du bist nicht kreditwürdig. Und selbst wenn du es hättest, hättest du wahnsinnige Angst davor, dass es geklaut würde. Oder dass jemand eine Macke hinein fährt. 
Schon hast du vier Punkte für deine Liste. 

Lass einfach alles raus. Egal wie groß oder klein dir der Aspekt erscheint. Die Liste ist nur für dich.

Wenn dir nichts mehr einfällt, hast du hoffentlich schon eine ordentlich lange Liste. All diese Aspekte sind mit deiner Angst verbunden, selbst wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen. 

Um dir das bewusst zu machen, lies deine Liste einmal laut vor. So machst du die einzelnen Punkte für einen kleinen Moment realer.
Danach nimm dir jeden einzelnen der Punkte vor und empfinde ihn wirklich. Lies ihn ruhig mehrmals durch und spüre in deinen Körper hinein.
Wie fühlt sich dieser Gedanke an? Wo spürst du ihn?
Welches Adjektiv beschreibt das Empfinden am Besten?

Vielleicht nimmst du sehr unterschiedliche Empfindungen wahr. Die Angst hat viele verschiedene Gesichter und verbindet sich gerne mit anderen negativen Gefühlen. Beobachte es einfach mit Neugier.

Wenn du willst, kannst du das Blatt anschließend verbrennen oder zerreißen, um die Energien wieder zu klären.

Schritt 4: Verinnerliche, was du manifestieren willst

Dass die Aufdeckung unserer Ängste tatsächlich einen Unterschied macht, wirst du jetzt wahrnehmen.
Es ist wichtig, dass wir unseren Wunsch auf unbewusster Ebene verinnerlichen, damit wir in der gleichen Frequenz schwingen.

Die einfachste Möglichkeit das zu erreichen ist es, den Wunsch aufzuschreiben und an einen Ort aufzubewahren, den wir immer sehen. Zum Beispiel auf deinem Schreibtisch oder am Badezimmer-Spiegel.

Hierbei ist es eine persönliche Vorliebe, wie genau du deinen Wunsch formulierst. Du könntest aufschreiben: “Ich bekomme einen Strauß Rosen” oder “Ich bekomme ständig Blumen geschenkt“. Achte darauf, was sich für dich richtig anfühlt. Anders als die meisten sagen, lasse ich den Zeitpunkt weg. Das Leben wird es schnellstmöglich einrichten. Und wir wissen nicht, wann der perfekte Zeitpunkt ist.

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Schritt 5: Lass dich einladen

Jetzt hast du alles getan, was notwendig ist. Wie dir bestimmt aufgefallen ist, habe ich nichts vom glücklich sein oder positiv denken gesagt. Nun noch nicht. Dieser Teil kommt jetzt, wenn auch anders als du wahrscheinlich denkst.

Jetzt kommt nämlich der schwierige Teil: Das Abwarten.

Aber worauf? Dass die Millionen sich heimlich auf dein Konto schleichen? Natürlich nicht. Wenn du das erwartest, wirst du einfach ungeduldig, die Zweifel kommen wieder hoch und in kürzester Zeit bist du von deinem Wunsch ganz abgekommen.

Warte stattdessen darauf, dass dich in deinem Alltag etwas anspricht. Achte darauf, was dich leuchten lässt. Was sich leicht und richtig anfühlt. Oder was dich einfach in diesem Moment glücklich macht.
Das kann eine Einladung sein, ein Vorschlag oder einfach ein inspirierender Satz in einem Buch. Aber es kann auch ein Auto sein, dass an dir vorbei fährt oder eine Szene in deiner Lieblingsserie. Alles ist eine Einladung vom Leben.
Vielleicht spürst du plötzlich den Drang, einen anderen Weg nach Hause zu nehmen als sonst. Oder deine alten Malsachen fallen dir beim Aufräumen vor die Füße und du spürst den Wunsch, wieder zu malen.

Halte deine Sinne offen und bleibe aufnahmefähig für alles, was dir begegnet. Egal wie groß oder klein. Und egal ob du glaubst, dass es etwas mit deinem Wunsch zu tun hat oder nicht.
Spüre wie du auf diese Dinge reagierst. Zieht dich dein Bauchgefühl dorthin? Oder zieht sich alles in dir zusammen und dein ganzer Körper sagt nein?

Unser Körper gibt uns immer die richtigen Signale und führt uns zielstrebig an den richtigen Ort. Vielleicht ist es nicht der Ort, an den du ursprünglich wolltest. Aber es ist einer, an dem du glücklich leben wirst.
Vertraue darauf und nimm an, was das Leben dir schenkt.

gluecklich

In den letzten Jahren habe ich dutzende Bücher zum Thema Gesetz der Anziehung gelesen und so einiges ausprobiert. Diese Vorgehensweise ist eine Mischung aus all den Dingen, die ich ausprobiert habe. Es ist die erste Strategie, die sich für mich wirklich stimmig und richtig anfühlt, zu der ich mich natürlich hingezogen fühle. Ich bin gespannt, wohin sie mich und vielleicht auch dich noch führt.

Es erfordert etwas Übung, um deine eigene Methode zu finden und zu verinnerlichen.
Probiere diese Art des Manifestieren mit mir aus. Und lass mich anschließend wissen, wie es für dich war. Ich freue mich darauf, von dir zu hören, und wünsche dir die Erfüllung all deiner Träume bis auf einen, damit du immer nach etwas streben kannst.

Alles Liebe
Janina

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1 Comment

  • Reply Goldbecken Wasserhahn 10. Juni 2020 at 5:57

    Dies ist ein informativer Artikel, danke

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