Selbstannahme: Was wäre, wenn an dir nichts verkehrt wäre?

11. März 2020
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Als soziale Wesen brauchen wir Menschen die Gemeinschaft mit anderen. In unserer eigenen Gesellschaft fühlen wir uns hingegen nicht besonders wohl. Sind wir mit unseren Gedanken allein, entsteht ein schaler Geschmack im Mund, weil uns Selbstannahme so fremd ist wie kaum etwas anderes.

Ein diffuses Gefühl des Gehetztseins entsteht. Uns fallen all die Dinge ein, die wir getan oder nicht getan haben. Die wir hätten anders machen sollen. Was die andere Person jetzt wohl von mir denkt? Und sowieso nerven uns all die Eigenschaften und schlechten Gewohnheiten an uns, die unser Leben so in die Wüste manövrieren.

Kurz gesagt: Die Auseinandersetzung mit uns selbst erzeugt Stress. Wir empfinden unweigerlich den Druck, uns ändern zu müssen. Oder zumindest Schuld und Scham dafür, wie wir sind oder nicht sind.

Kein Wunder also, dass die meisten Menschen sofort Reißaus nehmen, wenn sie das Wort Meditation hören.
Mit uns selbst allein zu sein ist längst so gefährlich wie der Ritt auf einem Strauß. Würdest du nicht machen oder? Ich auch nicht.

Aber mal im Ernst. Die Auseinandersetzung mit dir selbst ist nicht gefährlich. Und es muss weder anstrengend noch nervenaufreibend sein.
Eigentlich ist es das natürlichste der Welt und führt unweigerlich zur Selbstannahme.

Jetzt denkst du vielleicht ‘Ja, wenn ich nur ein wenig anders wäre, dann wäre es bestimmt schön. Aber mich kann nun wirklich niemand ertragen‘.

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Du bist nicht das Problem

Das Problem bist nicht du. Wirklich nicht. Du bist nicht die einzige Person auf diesem Planeten, die einen Fehler in all der Perfektion darstellt.
Egal ob du faul, rechthaberisch oder streitsüchtig bist. Das ist nicht das Problem.

Das Problem ist unsere Bewertung davon.
Wir betrachten uns, unsere Handlungen und haben gleich eine Vorstellung von unserem Soll-Zustand, einem Ideal, mit dem wir uns vergleichen können.

Und natürlich kommen wir an unser Ideal nicht heran, deshalb erscheint uns auch Selbstannahme unangemessen. Das ist schon deshalb unmöglich, weil unsere Idealbilder immer nur Einzelaspekte beleuchten, die sich gegenseitig durchaus widersprechen können.
Dann sehen wir uns bereits als Vollzeit-arbeitende Mutter von drei Kindern mit Model-Körper, perfekten Haushalt und genug Zeit, um gesund zu kochen, zu reisen und uns gesellschaftlich zu engagieren. Und natürlich haben wir auch genug Energie für Kinder, Familie und Freunde.

Kurzer Realitätscheck: Nöp, nicht möglich.

Und auch gar nicht nötig. Selbst wenn du dieses überzogene Ideal verkörpern könntest, würdest du dir neue, noch unrealistischere Ideale suchen, die dein Selbstwertgefühl wieder dämpfen würden.

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Alles, was wir tun können, ist unsere Bewertungen von dem, was ist, zu verändern. Was wäre also, wenn es ok wäre, faul zu sein? Oder besserwisserisch? Wenn es ok wäre, am Wochenende lieber allein vor dem Fernseher zu sitzen? Oder auch mal keine Lust auf die eigenen Kinder oder den Partner zu haben?
Du warst ungerecht zu einer Kollegin oder hast den Kassierer im Supermarkt für etwas angemeckert, das eigentlich dein Versäumnis war? Das passiert manchmal. Und es ist ok.

Einer Freundin verzeihen wir solche Fauxpas direkt. Wir würden sie trösten, statt ihr weiter zuzusetzen. Aber uns selbst gewähren wir keine Gnade. Der kleinste Fehler wird in unseren Gedanken solange hin und her gewälzt, bis wir ganz unten ankommen ist.

Du weißt bestimmt, wie gut es sich anfühlt, anderen zu verzeihen. Wie befreiend es auf uns wirkt.
Dir selbst zu verzeihen ist sogar noch besser. Es nimmt den Druck heraus und schenkt dir neue Energie. Und du wirst feststellen, dass sich manch ein Fehler von selbst auflöst oder gar als Stärke entpuppt.

Das klingt total unmöglich? Früher dachte ich, man muss erst Jahre der stillen Meditation hinter sich haben, um in einen so tiefen heilsamen Bewusstseinszustand zu kommen.
Aber heute weiß ich, dazu reichen Stift und Papier. Du wirst sehen. In zwei einfachen Schritten wirst du dich und all deine Makel annehmen lernen.

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Selbstannahme – Schritt 1: Erkennen

Du weißt ich liebe Listen. Und hier kommt eine, die mein Leben wirklich verändert hat, weil sie direkt zur Selbstannahme führt. Ich bitte dich also um einen kleinen Vertrauensvorschuss. Mach einfach mit.

Nimm dir ein Blatt und schreibe eine Liste mit all den Dingen, die an dir verkehrt sind. Egal wie klein oder groß. Schreib einfach alles untereinander. Die zu große Nase steht neben unserem aufbrausenden Temperament oder dem Drang zu nörgeln. Ungeschminkte Selbsterkenntnis eben.

Das erscheint erst wie eine ewig lange Aufgabe. Aber wenn du anfängst, wirst du feststellen, dass deine Liste viel kleiner ist, als du vorher dachtest. Wir machen uns eigentlich immer wieder über die gleichen Dinge den Kopf. Dann erscheint es uns, als bestünden wir nur aus Fehlern. Das, was uns wirklich stört, sind aber nur eine handvoll Dinge.

Selbstannahme – Schritt 2: Was ist daran verkehrt?

Im zweiten Schritt nimmst du dir jeden Punkt der Liste einzeln vor. Am Besten nicht alle direkt hintereinander, sondern immer nur einen. Beschäftige dich so lange mit einem Punkt, bis du wirklich eine Erleichterung spürst. Lass dir dann etwas Zeit, bevor du zum nächsten weitergehst.

Das Vorgehen ist ganz einfach. Stell dir die Frage: Was ist daran verkehrt?

Das klingt zu einfach nicht wahr? Dir fällt bestimmt sofort ein Grund ein, warum diese Eigenschaft verkehrt ist.

Und dann wiederholst du die Frage. Was ist daran verkehrt?
Das machst du solange, bis du an einen Punkt kommst, der entweder neutral oder sogar positiv ist.

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Du wirst sehen, irgendwann gibt es keine logische Begründung mehr dafür, dass etwas falsch sein sollte. Und an diesem Punkt erlebst du wirklich Selbstannahme. Die Annahme deiner Eigenschaften und Handlungen. Keine Fehler, sondern einfach Eigenschaften.


Hier ein kleines Beispiel:
Ein Künstler meinte er habe eine diagnostizierte Störung seines Sozialverhaltens. Er neige seit seiner frühen Kindheit zu Trotzanfällen.

Was ist daran verkehrt?
Er weigerte sich, sich an Regeln in der Schule zu halten. Tat nie, was von ihm verlang wurde. Er wurde ausfallend, stritt sich mit allen und hatte deshalb auch wenig Freunde.

Was ist falsch daran?
Er war viel allein und hatte nie das Gefühl, richtig gut mit Menschen umgehen zu können.

Nach einigen weiteren Frage-Antwort-Runden sagte er: Eigentlich sei er gerne allein. Und das Alleinsein brachte ihn schon seit seiner frühen Kindheit zur Kreativität, die er jetzt voller Freude ausübe und davon gut leben könne.

Aus dem Buch What if there is nothing wrong with you?*

Damit hat sich nichts verändert. Außer die ständigen Selbstvorwürfe in seinem Kopf.


Manchmal werden dir zwei unterschiedliche Dinge einfallen, die daran falsch sind und die in ganz andere Richtungen weisen. Zum Beispiel könnte sich Faulheit auf deinen beruflichen Erfolg und deine Gesundheit auswirken. Folge dann einfach beiden Aspekten getrennt voneinander, bis du beide neutralisiert hast.

Wenn du bis zum Ende durchhältst, wirst du immer an einen Punkt kommen, der eigentlich positiv ist oder zumindest nicht mehr schlimm. Etwas, das du auf jeden Fall bewältigen kannst.

Damit nimmst du nicht nur die Stärke aus den dahinterliegenden Gefühlen. Du gewöhnst dir auch Schritt für Schritt die Selbstvorwürfe ab und gelangst zu einer neuen Wertschätzung deiner Person.

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Probiere es einfach mal aus. Es ist so einfach und dabei wahnsinnig effektiv.

Ich wünsche dir einen unverstellten Blick auf dich selbst, der dir all die Liebe und Schönheit offenbart, die sich in dir vereint.

Alles Liebe
Janina

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