Selbsthass überwinden – So kommst du in die Selbstliebe

29. Januar 2020
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Wenn du dich nicht selbst lieben kannst, dann erscheinen die vielen Beschreibungen der Vorteile von gelebter Selbstliebe erstmal wie eine weit entfernte Utopie. Und darum soll es in diesem Artikel auch nicht gehen. Es geht nicht um das Erreichen von weit entfernten Zielen. Wenn deine Selbstliebe ganz am Boden ist, dann wirst du nicht von heute auf morgen nackt im Springbrunnen tanzen – und vielleicht willst du gerade das ja auch gar nicht tun 😉. Um deinen Selbsthass überwinden zu können, musst du klein starten.

Hier geht es darum, wie du anfängst. Wie du jeden Tag mit kleinen Schritten zu mehr Selbstliebe, Annahme und Wertschätzung gelangst.

Nein, es gibt dabei keinen Sofort-Effekt. Außer der, dass du sofort etwas glücklicher wirst, was ja auch schon mal schön ist.
Wenn du aber mit etwas Konsistenz dabei bleibst, verspreche ich dir, dass du in wenigen Wochen zurückschauen wirst und dich fragst, wie du so weit kommen konntest.

Die Vorgehensweise besteht aus kleinen Dingen, die alle für sich eben nur eine kleine Wirkung haben. Regelmäßig umgesetzt verstärkt sich ihre Wirkung jedoch und wächst exponentiell. Du wirst also am Anfang kaum Veränderungen bemerken, aber wenn du erstmal ins Rollen gekommen bist, wirst du ohne Mehraufwand immer schneller. Wie ein Schneeball, der einen Abhang hinunter kullert und dabei immer größer wird.

Und das Beste daran ist, dass du keine abgedrehten Aufgaben erledigen, nicht in deine Kindheit reisen oder dich selbst heiraten musst. Tatsächlich bestimmst du selbst, wie du am besten startest.

Selbsthass überwinden ist easy

Es geht darum zu erkennen, dass du liebenswert bist. Dafür kannst du auch jahrelang Affirmationen benutzen, aber wer weiß schon so genau, ob sie wirklich funktionieren. Wir brauchen einen neuen Ansatz. Einen der effektiv und schnell Ergebnisse bringt.

Dazu musst du eines verstehen: Liebe ist Liebe.
Egal ob du dich selbst, dein Kind, deinen Partner, das Meerschweinchen oder Gott liebst, es ist das gleiche Gefühle. Und es gelten die gleichen Regeln.

Regel Nummer 1: Liebe ist bedingungslos

Es geht nicht darum, jemanden mit Liebe zu belohnen oder mit Liebesentzug zu bestrafen, bis der andere sich endlich so verändert hat, dass er liebenswert ist. Liebenswert sind wir alle. Zu jeder Zeit.

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Liebe ist Liebe.

Regel Nummer 2: Vertrauen ist alles

Wenn wir nicht vertrauen, dann fehlt uns jede Basis für eine erfüllende Beziehung. Egal ob zu uns selbst oder zu einer anderen Person. Und manchmal bedeutet das auch, zu verzeihen.

Regel Nummer 3: Konsistenz siegt

Egal ob in einer Partnerschaft oder in der Beziehung zu uns selbst: Wir müssen uns darauf verlassen können, dass wir füreinander da sind. Nur so entsteht wirklich Intimität und Verbundenheit.

Regeln Nummer 4: Liebe entsteht aus Handlungen

In langjährigen Beziehungen flaut die Liebe irgendwann ab, weil niemand sich mehr um den anderen bemüht. Dann fühlt sich unser Partner weniger geliebt. Und tatsächlich vermindert sich auch die Liebe in uns.
Wenn wir aber wieder aktiv werden. Wenn wir uns um unseren Partner bemühen, dann stärkt das zugleich auch die Liebe, die wir für diese Person empfinden.

Und genau das kannst du in der Beziehung zu dir selbst umsetzen. Dazu gibt es kein Patentrezept. So einzigartig wie du bist, sind auch deine Bedürfnisse und Wünsche.
Um das etwas genauer zu erfassen, lass uns die einzelnen Schritte zum Überwinden von Selbsthass und Aufbau von Selbstliebe gemeinsam durchgehen.

Schritt 1: Selbsthass überwinden durch Reflexion

Der erste Schritt besteht immer aus Reflexion.
Was tust du im Moment schon, um für dich zu sorgen? Wie gehst du mit dir um? Lässt du deine Bedürfnisse zu?
Wie sprichst du mit dir?

Unten kannst du dir ein kleines Arbeitsbuch herunterladen, in dem du die Fragen detailliert beantworten kannst.

Du wirst wahrscheinlich sehen, dass du eigentlich ziemlich wenig machst, um dich geliebt zu fühlen. Lass uns das jetzt ändern.

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Selbsthass und Selbstliebe. Beides sind nur Gewohnheiten.

Schritt 2: Was brauchst du, um dich geliebt zu fühlen?

Denke einmal an deine jetzige und die vergangenen Beziehungen. Denke an deine Kindheit und an deine engsten Freunde.
In welchen deiner Erinnerungen hast du dich geliebt und geborgen gefühlt?

Gehe noch einen Schritt weiter und frage dich, was dir noch gefehlt hat oder aktuell fehlt? Was hättest du gerne noch mehr? Was brauchst du zusätzlich?

Schreib einfach mal ein paar Stichpunkte auf und vergleiche es dann.
Vielleicht fühlst du dich geliebt, wenn dir jemand wirklich zuhört, wenn du mit jemanden richtig viel Spaß hast. Oder vielleicht brauchst du kleine Aufmerksamkeiten und Geschenke, um dich geliebt zu fühlen.

Du kannst auch überlegen, was du tust, damit andere sich geliebt fühlen. Wir Menschen machen eigentlich immer das für andere, was wir selbst auch wollen. Also ist das ein gutes Indiz.

Was auch immer du entdeckst, es ist in Ordnung.
Wenn du dir noch nicht sicher bist, was du wirklich brauchst, kann ich dir das Buch Die 5 Sprachen der Liebe* von Gary Chapman empfehlen. Darin kannst du nochmal genauer recherchieren und wirst neue Erkenntnisse gewinnen können.

Schritt 3: Die Liste aller Listen

Im dritten Schritt geht es darum, das Tun vorzubereiten.
Nimm dir ein Blatt Papier und schreibe alles auf, was du tun könntest, um dich geliebt zu fühlen.
Orientiere dich dafür an den Erinnerungen, die du im zweiten Schritt aufgeschrieben hast.

Das Gute daran ist, dass du dir keine Sorgen machen musst, dass dein Gegenüber etwas zu viel ist oder deine Anforderungen unangemessen findet. Es geht ja nur um dich selbst. Du kannst alles von dir verlangen, was du willst.

Und tatsächlich ist das, was wir von anderen wollen, eigentlich das, was wir uns selbst nicht genug geben. Wenn du das für dich selbst umsetzt, gibst du weniger Bedürftigkeit in deine Beziehungen und das verbesserst sie sofort.

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Die Übersetzung ist aber vielleicht nicht ganz einfach. Deshalb habe ich hier noch ein paar Beispiele für dich:

  • Wenn du willst, dass dir wirklich zugehört wird, könntest du dir Zeit nehmen, um mit dir allein zu sein. Du könntest Tagebuch schreiben, meditieren oder dich einfach damit auseinander setzen, wie du dich fühlst.
  • Sind dir kleine Aufmerksamkeiten wichtig? Dann belohne dich selbst öfter mal. Gönn dir deinen Lieblingskaffee, kaufe ein Blümchen oder buche einfach eine Massage.
  • Wenn du mehr Anerkennung willst, kannst du dir jeden Abend Zeit nehmen, um deine Erfolge festzuhalten und sie wertzuschätzen.
  • Brauchst du etwas mehr Action und viel Spaß? Dann überlege dir Dinge, die dich zum Lachen bringen. Schreib alles auf, das dir Spaß macht – egal ob allein oder mit anderen.
  • Vielleicht brauchst du auch einfach etwas Fürsorge wie ein warmes Bad, einen Tee und etwas Ruhe. Oder Zeit für ein gutes Buch. All das sind Dinge, die dich glücklich machen. Und was dich glücklich macht, erhöht automatisch deine Selbstliebe.

So entsteht für jeden Punkt aus dem zweiten Schritt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie du dir selbst Liebe schenken kannst.

Schritt 4: die tägliche Umsetzung lässt dich deinen Selbsthass überwinden

Jetzt kommt der Teil, der für die meisten etwas tricky ist. Wenn du aber zu den wenigen gehörst, die diesen Schritt tatsächlich umsetzen, werden sich wahnsinnige Veränderungen zeigen. Bleib also dran. Es lohnt sich garantiert.

Wenn du deine Liste hast, fehlt dir nur noch ein Versprechen.
Das Versprechen dir selbst gegenüber, jeden Tag eine dieser Dinge von deiner Liste zu tun.

Das braucht manchmal nur fünf Minuten. Manchmal ist es ein ganzer Tagesausflug. Weil du so viele unterschiedliche Dinge in deiner Liste hast, kannst du sie perfekt an dein Leben anpassen. Und dabei wird es nie langweilig.

Wichtig ist die Konsistenz. Wenn du wirklich jeden Tag etwas für dich tust -selbst wenn es nur zwei Minuten sind- dann wird das zur Gewohnheit. Du musst irgendwann nicht mal mehr darüber nachdenken. Du machst es einfach.

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Mach Selbstliebe zu deiner Gewohnheit

Und genau da wollen wir hin. Wir wollen, dass es für unser Gehirn normal ist. Dass du dir ohne schlechtes Gewissen Zeit für dich nehmen und dich dabei wohl fühlen kannst.
Wenn du soweit bist, dass dein Gehirn sagt: „Ja, das kenne ich schon. Das mache ich jeden Tag.“ Dann hast du deine Selbstliebe schon in dir verankert.
Du verknüpfst jeden Tag deinen Selbstwert und deine Selbstannahme mit den Handlungen. Und nach einiger Zeit, werden sie zu dem, wer du bist.

Am Anfang machst du die Handlungen, um die Selbstliebe in dir zu stärken. Und dann machst du die gleichen Handlungen, weil du dich selbst liebst.

Es ist nichts, womit du irgendwann fertig bist. So wie du ja auch dein Kind nicht 18 Jahre lang versorgst und liebst und es dann einfach vor die Tür setzt.

Die Beziehung zu dir selbst will – wie jede andere auch – gepflegt und genährt werden.

Aber keine Sorge. Wenn du mal einen Tag nicht dazu kommst oder es vergisst, ist das keine große Sache. Mache am nächsten Tag einfach weiter.
Versuche nie mehr als einen Tag auszulassen, allerhöchstens zwei. Und das nur ein Mal die Woche. Dann unterbrichst du das Momentum nicht und lässt die Selbstliebe in dir immer weiter wachsen.

Hier kommst du zu deinem Arbeitsblatt mit Fragen zu jedem Schritt.

Ich wünsche dir, dass du erkennst, wie liebenswert du bist. Und den Mut, deinen Selbsthass zu überwinden. Denn er ist nichts, was du bist. Er ist nur etwas, das du tust.

Alles Liebe
Janina

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