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15 Selbstsabotagen, die dich davon abhalten, glücklich zu sein

9. Oktober 2019
selbstsabotagen-ungluecklich

Warum gibt es Menschen, die immer Glück haben?
Eine schöne Beziehung, ein erfüllender Job, genug Geld auf dem Konto und dann auch noch diese Ausstrahlung.

Da könnten wir glatt neidisch werden, oder?

Stell dir vor, du könntest diese Person sein.
Alles was dich davon trennt, bist du selbst. Auch wenn du es gerade nicht glaubst. In dir ist schon alles vorhanden.

Im Laufe der Zeit hast du dir nur Selbstsabotagen angewöhnt, die dich von ihr fern halten. Damit glaubst du, dich zu schützen. Bis du erkennst, dass du diesen Schutz gar nicht brauchst.
Hier sind die 15 häufigsten Arten, wie du dich blockierst.

Selbstsabotage Nr. 1: Du gibst anderen die Schuld

Wir alle neigen manchmal dazu, anderen Schuld zu geben. Wir meckern, weil wir uns das Knie an einer Schranktür stoßen, die jemand offen gelassen hat. Oder wir finden im Verhalten unserer Eltern die Ursache aller Probleme.

Es ist verlockend, anderen die Schuld für alles zu geben, was schief läuft. Dann müssen wir keine Verantwortung übernehmen, müssen nicht aktiv werden.
Gleichzeitig erziehen wir uns selbst zur Ohnmacht. Wir verhindern, dass sich irgendetwas verändert oder das wir auch nur aus der Situation lernen. Und ganz nebenbei vergiften wir unsere Beziehungen.

Wenn du dich dabei erwischst, jemandem die Schuld zu geben, nimm dir einfach einen Moment Zeit und überlege dir fünf Gründe, wie du selbst dazu beigetragen hast. Und dann suche nach fünf Möglichkeiten, es selbst zu lösen. So trainierst du dich darauf, Lösungen zu finden.

Nr. 2 der Selbstsabotagen: Du stellst deine Gesundheit hinten an

Genauso verbreitet wie Schuldzuweisungen ist die Vernachlässigung unserer Gesundheit. In all dem Alltagsstress vergessen wir einfach, dass unser Körper auch Bedürfnisse hat. 

Ein Blick auf die ToDo-Liste reicht, um den Sport nach hinten zu verschieben. Es gibt immer ein Morgen, an dem wir es ja auch noch machen können. Dabei vergessen wir eine Sache: Wenn unser Körper leidet, leidet auch alles andere in unserem Leben. Er ist die eine Ressource, die über unseren Erfolg, unsere Leistungsfähigkeit und auch unsere Hilfsbereitschaft entscheidet.

Nimm dir also vor, jeden Tag nur eine Sache für deine Gesundheit zu tun. Beweg dich, gönn dir eine Extra-Portion Gemüse oder entspann dich für ein paar Minuten, um den Stress loszulassen.
Langfristig gesehen sparst du damit viel Zeit und auch Geld.

Selbstsabotage Nr. 3: Du gibst dich deinen Sorgen hin

Kennst du die schlaflosen Nächte, in denen alles zu viel wird? Wenn kleine Hindernisse zu unüberwindbaren Problemen werden?
Und am nächsten Morgen brauchst du nur ein paar Minuten, um auf eine Lösung zu kommen.

So ist das immer mit den Sorgen. Wir geraten in Angst über alles, was passieren könnte. Und das lähmt uns geradezu.

Dabei ist es ganz einfach, diese Gewohnheit durch eine konstruktivere zu ersetzen.
Erinnere dich mal an die vielen Herausforderungen, die du in der Vergangenheit schon gemeistert hast. Hast du es nicht bisher jedes Mal geschafft, weiterzumachen?
Was an dir hat dich dazu befähigt? Welche deiner Stärken oder Fähigkeiten konnten das Schlimmste verhindern?

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Dem Geist sind keine Grenzen gesetzt außer denen, die wir als solche anerkennen. – Napoleon Hill

Nr. 4 der Selbstsabotagen: Du machst es dir in deiner Komfortzone gemütlich

Ja, das Sofa ist ein kuscheliger Ort. Unter der Decke mit einem Buch oder einem schönen Film. Wir brauchen unsere Komfortzone, um uns zu regenerieren und neue Kraft zu tanken.

Bleiben wir aber immer darin, können wir nichts lernen und uns nicht weiterentwickeln. Folglich kann sich auch nichts verändern. Wir bleiben im Status Quo stecken.

Um zu verhindern, dass du es dir in deiner Komfortzone zu gemütlich machst, brauchst du ein Ziel. Eine Vision, die so groß ist, dass der Gedanke daran schon Kribbeln in dir auslöst. Ein bisschen Angst darf und muss sich in die Begeisterung mischen. Daran merkst du, dass dein Ziel groß genug ist.
Wenn du deine Vision hast, mache jeden Tag einen kleinen Schritt auf sie zu. So erweiterst du deine Komfortzone immer mehr, bis dein Ziel Wirklichkeit ist.

Selbstsabotage Nr. 5: Du machst es allen Recht

Als Menschen wollen wir dazu gehören. Wir wollen geliebt werden. Manchmal so sehr, dass wir unsere eigene Meinung, unsere Interessen und Bedürfnisse dafür opfern.

Wir nehmen zu viel Rücksicht auf andere, schlucken unseren Ärger runter und übernehmen noch mehr Aufgaben. Alles im Namen der Harmonie. Oder eher um Konflikte zu vermeiden.
Dabei sind es eben diese Konflikte, die uns und unsere Beziehungen wachsen lassen. Wir müssen lernen, auch Niederlagen und Kritik auszuhalten, um zu uns selbst zu finden.

Um mehr in dein Potenzial zu wachsen, kannst du dir zwei einfache Fragen stellen:
Was vermeidest du im Moment?
Würde es dein Leben vereinfachen oder schöner machen?
Finde die Sache, die am wenigsten beängstigend wirkt, und mach sie einfach.

Nr. 6 der Selbstsabotagen: Du jammerst

Wir jammern, weil wir unsere Wirklichkeit mit einem Ideal vergleichen. Und weil wir wollen, dass jemand anderes das Problem für uns löst.

Jedes Mal, wenn du über etwas jammerst, sagst du zu dir selbst: “Ich bin schwach und hilfsbedürftig. Ich kann das nicht”. Kein Wunder, dass es nicht besser wird.
Du raubst dir nicht nur die Energie. Du verhinderst auch, dass du selbst aktiv wirst und Eigenverantwortung übernimmst.

Jammern ist eine dieser automatisch ablaufenden Reaktionsmuster, die wir meist gar nicht bemerken. Der wichtigste Schritt ist also, dich achtsam zu beobachten.
Wann fängst du an zu jammern? Worum geht es meist? Welchen Personen jammerst du gerne etwas vor? Lerne, darauf zu achten. Bitte deinen Lieblingsmenschen, dich darauf hinzuweisen, wenn du jammerst.
Und dann finde drei Dinge, für die du dankbar bist. Das unterbricht den Automatismus.

Selbstsabotage Nr. 7: Du vergleichst dich mit anderen

Jeder Vergleich ist eine Form von Bewertung. Wir bewerten uns und andere. Und dabei ist es egal, ob wir gut oder schlecht abschneiden. Der Schaden entsteht nicht durch den momentanen Auf- oder Abschwung unseres Selbstvertrauens.

Das Problem hinter den Vergleichen ist, dass wir unser Gehirn darauf trainieren. Und damit bringen wir unserem Unbewussten bei, dass auch alle anderen uns beständig bewerten. Wir erzeugen also Druck, unsere Verletzlichkeit zu verstecken.

Wie beim Punkt sechs hilft auch bei Vergleichen nur die Selbstbeobachtung.
Wenn du dich dabei erwischst, halte kurz inne. Mache dir selbst und der anderen Person ein Kompliment. Das kann auch in Gedanken passieren.
Probier es aus. Es wird deine Energie sofort wieder anheben.

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Ob Du denkst, Du kannst es, oder Du kannst es nicht – in beiden Fällen hast Du Recht. – Henry Ford

Nr. 8 der Selbstsabotagen: Du zweifelst an deinen Fähigkeiten

Wir spielen unsere eigenen Leistungen herunter. Machen Glück und Zufall dafür verantwortlich. Oder glauben, dass wir unsere Kompetenz nur vorspielen.
Daraus entsteht ein enormer Stress. Wir schieben die Arbeit vor uns her, weil wir Angst vorm Anfangen haben. Oder wir machen viel zu viel, weil wir glauben, nicht gut genug zu sein.

Wenn du Angst davor hast, eine Hochstaplerin zu sein, machst du dir dein Leben wirklich schwer. Du brauchst Erfolg als Beweis für deinen Wert. Zugleich glaubst du fest daran, nicht wertvoll zu sein. Du kannst also gar nicht erfolgreich genug sein.

Mach eine Liste mit all deinen Fähigkeiten.
Führe ein Erfolgstagebuch, in dem du alle Komplimente, gemeisterten Herausforderungen und das Gelernte aufschreibst. So gewöhnst du dich selbst daran, deinen Erfolg tatsächlich als deinen Verdienst zu betrachten. 

Selbstsabotage Nr. 9: Du pfuschst im Leben anderer herum

Du weißt besser, was für andere Menschen gut ist?
Manchmal stimmt das sogar. Trotzdem hast du nicht das Recht, anderen etwas vorzuschreiben. Wir können nur unseren Rat anbieten.

Wir brauchen Fehler, um daraus zu lernen. Wenn wir uns immerzu einmischen, berauben wir die anderen um ihre Erfahrungen. Wir zerstören unsere Beziehungen und machen uns selbst unglücklich. Denn eigentlich mischen wir uns bei anderen doch nur ein, weil in unserem eigenen Leben etwas völlig schief läuft, das wir nicht wahrnehmen wollen.

Die beste Methode, um anderen wirklich zu helfen, ist es, ein gutes Vorbild zu sein. Das löst bei anderen keine automatischen Abwehrreaktionen aus. Und es zwingt uns, unsere Aufmerksamkeit wieder auf uns selbst zu richten. Damit kommen wir automatisch dem erfüllten Leben näher, das wir führen wollen.

Nr. 10 der Selbstsabotagen: Du machst dir Druck

Glaubst du, du müsstest immer leistungsstark sein?
In unserer Gesellschaft ist es normal, sich ständig Druck zu machen. Wir haben das Gefühl, uns ständig überwinden zu müssen. Dabei entsteht der innere Schweinehund erst als Reaktion auf zu viel Druck.

Dahinter steckt eine mentale Gewohnheit, die Wenn-Dann-Regel. Wir glauben, dass unsere momentane Aufgabe über den gesamten Verlauf unseres Lebens entscheidet. Ganz nach dem Motto: “Wenn ich das jetzt nicht hinbekomme, bin ich ein Versager.”

Was passiert wirklich, wenn du etwas nicht hinbekommst? Wenn du einfach mal Pause machst? Nicht besonders viel. Die Welt dreht sich weiter.
Also nimm dir jeden Tag genug Zeit, um Pause zu machen. Konzentriere dich auf Dinge, die dich glücklich machen. Ganz ohne Druck.
Du bist genug. Selbst wenn du nie wieder etwas leistest.

Selbstsabotage Nr. 11: Du zwingst dich zu guter Laune

Positiv zu denken kann ein Zwang werden. Nur die positiven Gefühle zuzulassen und immer 100%ig motiviert zu sein, erzeugt Druck.
Dahinter steckt keine Stärke. Wir verstecken damit etwas vor uns, was nicht gut läuft.

Geist und Körper sind auf den steten Wechsel von Aktivität und Passivität angewiesen. Fehlt eines, werden wir krank.
Dann treffen wir schlechte Entscheidungen und geben uns falschen Versprechungen hin.

Du darfst Gefühle haben. Auch die Schlechten. Du darfst auch mal erschöpft sein. Du darfst keinen Bock mehr haben und die Welt zum Teufel jagen.
Übe dich darin, deine Gefühle wahrzunehmen. Atme tief durch. Wie fühlst du dich jetzt gerade? Nenne mindestens drei Gefühle in dir.
Und dann stell dich den schwierigen Fragen: Was läuft gerade nicht so gut in deinem Leben? Was versuchst du zu verstecken?

Nr. 12 der Selbstsabotagen: Du denkst in Schwarz-Weiß

Ist für dich etwas entweder gut oder böse? Ohne Abstufungen?
Es kann sehr beruhigend sein, wenn das Leben nach strikten Regeln funktioniert. Wie wir leben oder wie Menschen sich verhalten sollen.

Dahinter steckt eine tief verwurzelte Unsicherheit. Fehlt uns das Urvertrauen, brauchen wir Regeln als Sicherheitsanker.
Nur sehen wir die Welt dann nicht, wie sie wirklich ist. Wir werden unweigerlich enttäuscht, weil andere nunmal nicht streng nach unseren Regeln handeln. Und gleichzeitig bleiben wir in diesen Strukturen gefangen, ohne uns weiter zu entwickeln.

Dagegen hilft nur eines: Wir müssen unsere Angst entwaffnen. Erinnere dich an deine Fähigkeiten, dich anzupassen, zu lernen und kreative Lösungen zu finden.
Und nutze jede Enttäuschung als Chance, deine Regeln zu überprüfen.
Was denkst du, wie das Leben funktioniert? Tut dir das gut? Gibt es Gegenbeweise?

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Selbstsabotage ist eine Gewohnheit. Wenn du die Gewohnheit änderst, ändert sich alles.

Selbstsabotage Nr. 13: Du machst dir Vorwürfe

Eine der schlimmsten Selbstsabotagen ist unsere Neigung, uns selbst fertig zu machen. Wir spielen Situationen immer wieder durch, in denen wir uns falsch verhalten haben. Wir spüren die Scham über einen Fehler noch Monate oder Jahre später wie im ersten Moment.

Alles was wir damit erreichen ist ein angegriffenes Selbstvertrauen. Wir verknüpfen Stress und Angst mit den Situationen. Und verhindern so, dass wir sie rational betrachten und daraus lernen. Stattdessen vermeiden wir die Situation oder machen wieder genau die gleichen Fehler.

Dabei hat alles Vor- und Nachteile. Egal ob du dich schämst, dich Schuldgefühle plagen oder du einfach Angst vor etwas hast. Suche fünf positive Aspekte daran.
Das hebt deine Gedanken wieder auf ein rationales Niveau und schwächt zugleich die Verknüpfung zwischen Erinnerung und Emotionen.

Nr. 14 der Selbstsabotagen: Du misstraust anderen Menschen

Jeder von uns hat einen Grund, anderen zu misstrauen. Wir alle wurden schon mal enttäuscht und verletzt. Die Frage ist, wie sehr unsere vergangenen Erfahrungen unsere Einstellung beeinflussen.

Wenn wir anderen misstrauen, ziehen wir uns zurück und sabotieren unsere Beziehungen. Wir konzentrieren uns auf die Angst und verhindern jede neue Erfahrung.
Oder wir ziehen daraus ein Überlegenheitsgefühl. Dann glaubst du, du musst es selbst machen, damit es gut wird.

Misstrauen basiert mehr auf fehlender Selbstliebe denn auf den tatsächlichen Erfahrungen. Deshalb hilft es, jeden Tag drei Dinge aufzuschreiben, die du an dir selbst magst.
Sammle auch Komplimente und Erfolge. Das stärkt dich und macht es damit weniger gefährlich, anderen zu vertrauen.

Selbstsabotage Nr. 15: Du versuchst, alles perfekt zu machen

Hast du Angst davor, Fehler zu machen? Glaubst du, Makel würden dich bloßstellen oder sogar zu Bestrafungen führen?
Dann hast du ein Problem mit Perfektionismus.

Wenn du alles perfekt machen möchtest, schreckst du nicht nur davor zurück, etwas Neues auszuprobieren. Es baut sich auch ein enormer Druck auf, der dich davon abhält, anzufangen oder fertig zu werden. Dann fällt es schwer, Erfolge zu feiern und Niederlagen wegzustecken. So sabotierst du deine Selbstliebe.

Wie alle anderen Selbstsabotagen ist auch Perfektionismus nur ein erlerntes Verhalten.
Du kannst dich mit Kleinigkeiten darin üben, deine Unvollkommenheit anzunehmen.
Gib deine Aufgaben zum Gegenprüfen an andere, auch wenn du sie noch nicht selbst überprüft hast. Oder verzichte einfach mal darauf, noch aufzuräumen, wenn Gäste kommen.
Jeder kleine Schritt ist ein riesen Erfolg.

Schlussgedanken

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Trau dich, deine Stärke zu leben und zu der einzigartigen Person zu werden, die in dir steckt.

Unsere Selbstsabotagen sind so vielfältig und individuell wie wir selbst.
In wie vielen Punkten hast du dich wiedergefunden?

Egal ob du nun alle 15 Verhaltensweisen dein eigen nennst oder nur drei.
Nimm dir einen einzigen Punkt heraus, der dir einfach erscheint. Und dann setz die Lösungsvorschläge um. So kannst du deine Selbstsabotage angehen. Eine nach der anderen.

Ich wünsche dir all die Leichtigkeit, die das Leben zu bieten hat.

Alles Liebe
Janina

Wie sabotierst du dich in deinem Leben?
Und welche Lösungsvorschläge haben dir geholfen?

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