Wie du es wirklich schaffst, weniger zu lästern

18. Oktober 2018
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Lästern ist wohl eine lästigsten Gewohnheiten, die sich hartnäckig in unserer Gesellschaft hält.
Es ist ja auch so verlockend. Das kurze Hoch, das wir dabei fühlen, die Überlegenheit. Das Zusammengehörigkeitsgefühl, wenn alle der gleichen Meinung sind.

Es gibt sogar immer wieder Psychologen, die behaupten, Lästern sei gesund für Beziehungen.

Dabei wissen wir eigentlich alle, dass es nicht gut ist, hinter dem Rücken anderer zu reden.
Es reicht schon, wenn du dich fragst, wie du dich danach fühlst. Fühlst du ein schlechtes Gewissen, Schuld oder auch nur Unwohlsein?
Ja, so geht es mir danach auch. Und das zu Recht, denn Lästern ist nicht nur der anderen Person gegenüber ein Akt der Gewalt.

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Welche Folgen Lästern wirklich hat

Klar schadet Lästern der Beziehung zu der Person, über die du lästerst. Spätestens wenn es herauskommt, gibt es wirklich Stress.
Aber auch ohne den großen Krach spürst du im Umgang mit der Person, dass du befangener bist. Und die Person spürt es auch.
Und jede, mit der du über andere lästerst, weiß, dass du im Zweifelsfall auch über sie lästern würdest. Das stärk nicht gerade das Vertrauen.

Neben der Negativität, die sich so in dein Sozialleben schleicht, hat das Lästern aber auch direkten Einfluss auf dein Selbstbild und deine Lebenszufriedenheit.
Wenn wir schlecht über andere reden, sprechen wir eigentlich über die Dinge, die uns an uns selbst stören. Alles andere würden wir nämlich gar nicht erst sehen.
Da wir aber darüber lästern, bestätigen wir unbewusst, dass dieser Teil in uns wirklich schlecht ist und wir gut daran tun, ihn zu verbergen.
So mindern wir eigentlich nur unsere eigene Selbstliebe, statt unseren Selbstwert zu stärken.

Und weil dem so ist, steigern sich auch unsere sozialen Ängste.
Nicht nur weil wir durch Lästern bestätigen, dass wir verabscheuenswürdige Anteile in uns haben, sondern auch weil alle anderen begeistert mitmachen und uns so bestätigen, dass wir uns nicht auf sie verlassen können.
So nimmst du jeden Makel als potenzielle Gefahr der Bloßstellung wahr.

Übrigens ist auch stilles Danebenstehen und zuhören nicht viel besser. Der Effekt ist wie beim passiven Rauchen. Eben ungesund.

Und wenn wir einfach aufhören zu lästern?

Wenn du einfach nicht mehr lästerst und auch kein Schlechtreden vor dir zulässt, verändert sich einiges in deinem Leben.

Da wäre zunächst dein Selbstvertrauen.
Es gehört einiges an Mut dazu, sich dem Gruppenzwang entgegen zu stellen und für die eigenen Werte einzustehen. Jedes Mal, wenn du es tust, stärkst du damit das Vertrauen und die Liebe in dir, also auch die Verbindung zu dir selbst.
Akzeptanz anderer ist immer auch Akzeptanz deiner Selbst.
Und gleichzeitig bist du auch noch ein gutes Vorbild für die anderen.

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Mit der Zeit verändert sich auch etwas in deinen Beziehungen.
Anders als erwartet begegnen Menschen deiner Weigerung zu Lästern nämlich nicht mit Verachtung und Ausgrenzung, sondern mit Wertschätzung, Zuneigung und Vertrauen.
Bekanntschaften werden einfacher und Freundschaften inniger.
Jeder weiß, dass sie sich auf dich verlassen können und du ihnen nicht in den Rücken fällst.
Das ist eine wirklich seltene Eigenschaft und wird dementsprechend hoch angesehen.

Aufzuhören ist aber gar nicht so leicht. Wie schnell lassen wir uns wieder in das Gespräch über die nervige Chefin oder den ständig vor sich hin summenden Kollegen verwickeln.

Was wirklich gegen Lästern hilft

Der langfristig effektivste Weg ist ein bewusster Umgang.
Dazu gehört die Übernahme von Verantwortung.
Stelle dir doch mal die Frage, warum du das Bedürfnis hast, über andere zu lästern.
Ganz allgemein und spezifisch auf bestimmte Aspekte oder Personen bezogen.
Versuche tiefer zu gehen und herauszufinden, was dahinter steckt. Und was das Ganze mit dir zu tun hat.
Durch eine Analyse deiner Auslösereize kannst du auch neue Gewohnheiten etablieren.

Auf der anderen Seite geht es um achtsames Sprechen.
Überlege dir, was du wirklich sagen möchtest und was eigentlich unnötig ist. Positive Aussagen sind eigentlich viel sinnvoller als negative.

Einer der stärksten Gründe für Lästern ist der Vergleich.
Wenn du dich mit anderen vergleichst und dabei den Kürzeren ziehst, dann ist es so verführerisch, sich durch Konzentration auf mutmaßliche Fehler der anderen wieder besser zu fühlen.
Konzentrierst du dich aber auf dich selbst und dein Leben, wenn du dich eben nicht mit anderen vergleichst, entsteht Akzeptanz für dich und für deine Mitmenschen.

Wenn du akut das Bedürfnis hast, schlecht über eine andere Person zu sprechen, versuche dich daran zu erinnern, dass sie auch positive Aspekte an sich hat.
Andere Menschen sind ebenso wenig wie wir selbst absolut gut oder schlecht.
Betrachte deine Mitmenschen als Lehrer und versuche die Störung auf dich selbst und nicht auf die Person zu beziehen.

Völlig unterschätzt wird die Tatsache, dass du Störendes auch einfach direkt ansprechen kannst. So lösen sich Konflikte auf und es gibt gar nicht erst einen Grund, um zu lästern.

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Wenn andere lästern

Am schwierigsten ist das Umsetzen des Vorsatzes, wenn andere anfangen über eine abwesende Person schlecht zu sprechen.
Hier ist nicht nur Disziplin sondern auch Courage gefragt.

Wenn du in einer solchen Situation bist, kannst du die Dynamik am einfachsten durch Irritation brechen.
Hier sind ein paar einfache Ideen, die du schnell und ohne Anfeindung anwenden kannst.

#1 Sage etwas Positives über die abwesende Person
Das muss nichts großartiges sein.
Wenn jemand etwas über den dicken Hintern sagt, kannst du einfach eine Fähigkeit loben oder etwas ähnliches.
Das führt zu Irritation, ohne dass du die Sprecher direkt angreifst und vor den Kopf stößt.

#2 nach dem Grund fragen
Die einfache Frage „Warum erzählst du mir das?“ sorgt beinahe augenblicklich für eine Unterbrechung des Gesprächs.
Dein Gegenüber merkt sofort, dass du nicht zum Lästern bereit bist und wird das Thema nicht weiter vertiefen.
Lästern ohne Zustimmung der Gruppe ist nämlich ziemlich unangenehm. Und das hat den Vorteil, dass du wohl nicht nochmal in ein derartiges Gespräch hineingezogen wirst.

#3 Beteiligung ablehnen
Noch einfacher ist es, wenn du deutlich machst, dass du zu dem Thema nichts zu sagen hast. Besonders bei Gerüchten ist das effizient.
Sag beispielsweise „Ich weiß darüber nichts“ oder „ich kann dazu nichts sagen“ und die Situation löst sich auf.

#4 Gleichgültigkeit zeigen
Mache doch einfach deutlich, dass es dir absolut egal ist, was die Kollegin zu ihrem Mann gesagt hat oder wer mit wem angeblich eine Affäre hat.

#5 nachfragen
Wenn du das Gespräch nicht gleich komplett verlassen möchtest, kannst du es einfach auf eine rationalere Ebene bringen.
Frage doch mal nach, wie sicher die Aussagen deines Gegenübers sind.
Zum Beispiel mit diesen Fragen: „Woher weißt du das?“ oder „Bist du dir wirklich sicher?“

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Und wenn du merkst, dass du doch hineingezogen wurdest, dann mach dich deswegen nicht fertig. Nimm es wahr und verlasse die Situation. Ohne Wertung.
Niemand ist perfekt.

Schlussgedanken

Gewohnheiten zu verändern ist schwierig. Besonders wenn es um soziale Interaktionen geht. Hier lernst du, wie du eine alte durch eine neue Gewohnheit ersetzen kannst.

Sei nicht enttäuscht oder gar hart zu dir selbst, wenn es nicht gleich funktioniert.

Bleib einfach am Ball und feiere auch die kleinen Erfolge. Sei geduldig mit dir selbst und vergebe dir, wenn es mal nicht klappt.

Jedes Mal, wenn du nicht mit lästerst, tust du dir und der Welt etwas Gutes.
Und jedes Mal, wenn du es doch tust, kannst du die Gelegenheit nutzen, um dich in Vergebung zu üben.

Das Leben ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Der langsame Prozess ist das, was uns wirklich weiter bringt. Schließlich brauchen wir auch Zeit, uns anzupassen und die neuen Verhaltensmuster zu integrieren. Was wir in Jahrzehnten aufgebaut haben, verlässt uns nicht über Nacht. Hab also Geduld und vertraue darauf, dass dein Entschluss dich letztendlich zum Ziel führt.

Hier noch ein kleiner Tipp: Gewöhne dir doch an, jedes Lästern wieder gut zu machen. Das können Kleinigkeiten sein. Zum Beispiel kannst du jedes Mal, wenn du über jemanden Lästern, einen Euro spenden. Oder der Person ein Geschenk machen. Auch ein Kompliment kann ein guter Ausgleich sein. Du kannst dir auch jemanden suchen, mit dem du das Lästern zusammen aufhörst. So könnt ihr euch gegenseitig am Ball halten. Zu zweit ist es immer einfacher, etwas zu verändern. Insbesondere wenn es so tief sitzt.

Und wusstest du, dass gerade das schlechte Gewissen nach einer Handlung dazu führt, diese in uns zu festigen? Die Gefühle sind stark genug, dass wir immer mehr davon anziehen.

Durch die Wiedergutmachung entlastet du nicht nur dein Gewissen und es fällt dir leichter, dir selbst zu vergeben. Du beweist dir auch selbst, dass du dieses Verhalten nicht mehr möchtest und gewöhnst es dir so nach und nach ab. Dein Unbewusstes wird es irgendwann einfach nicht mehr als gerechtfertigtes Verhalten ansehen. Und was wäre besser, als unser Unbewusstes mit ins Boot zu holen?

Wenn du es auf die harte Tour lernen möchtest, kannst du dir auch die Vorgabe setzen, dich bei der Person, über die du gelästert hast, zu entschuldigen. Aber das ist wirklich nur etwas für die ganz Harten unter uns. Und Vorsicht ist geboten: Damit kannst du Menschen wirklich verletzen und auch Freundschaften zerstören.
Wenn du diesen Weg also gehen möchtest, dann sei besonders sensibel und erkläre, dass du da ein Problem hast und das nichts mit der anderen Person zu tun hat. Denn seien wir mal ehrlich: Lästern können wir über jeden.

Du bist großartig. Liebe dich und pass dein Leben an dich an!

Du möchtest dich wirklich annehmen lernen, alte Glaubenssätze und schädigende Gewohnheiten loslassen? So kann ich dich dabei unterstützen.

Fällt es dir schwer, nicht zu lästern?
In welchen Situationen lästerst du am häufigsten? Und was hilft dir dann?

Gehört Lästern zu den Dingen, mit denen du einfach nicht aufhören kannst? Wie die meisten Gewohnheiten steckt mehr dahinter. Lies weiter und erfahre, warum du überhaupt lästerst und wie du damit aufhören kannst.
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