Die einfachste Zielsetzung für mehr Leichtigkeit

6. Mai 2020
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Nun gut es geht weniger um Zielsetzung im eigentlichen Sinne. Mehr darum,  den Flow zu erhalten, im Leben zu wachsen und ganz in sich selbst anzukommen. Dazu muss ich sagen, dass ich eine INFP (Mediator) bin. Und das hat zur Folge, dass die normalen Zielsetzungs-Methoden bei mir nicht funktionieren.

Es gibt mir immer viel Zufriedenheit, nach dem alten Modell Ziele zu setzen. Fest gelegte Zeitpunkte, messbare Ergebnisse und Abläufe zu planen. Nur habe ich noch nie in meinem Leben einen dieser Pläne umgesetzt. Super frustrierend. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, mit mir stimmt etwas nicht, weil ich so gute Pläne machte, aber nicht dazu in der Lage war, sie durchzuziehen. Manchmal ist das Leben dazwischen gekommen, aber meist hatte ich einfach nicht genug Disziplin, um mich an den Plan zu halten.

Meine Interessen ziehen mich einfach immer wieder hierhin und dorthin, bis ich den vorgefertigten Weg in großen Schleifen verlassen habe. Und dann merke ich, wie langweilig dieser Weg doch eigentlich ist. Wie beim Wandern. Die kleinen Trampelpfade sind schöner und aufregender als die breiten Kieswege.

Wenn du wie ich deine Probleme mit den üblichen Zielsetzungs-Ansätzen hast, möchte ich dir eine Alternative vorstellen.  Ich verspreche dir, sie führen auch an ein Ende. Nur vielleicht nicht genau an den Ort, den du dir vorher überlegt hast. Meist ist das Ergebnisse noch viel schöner, als wir es uns hätten vorstellen können.

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Wenn dein Persönlichkeitsprofil nach Myers-Briggs ebenfalls ein P beinhaltet, deine Taktik-Ausrichtung also Prospecting  (Suchend, erkundend) ist, dann wird dir dieser Ansatz helfen, deine Ziele mit viel mehr Leichtigkeit und Spaß zu erreichen. Wir sind nämlich nicht gut darin, vorgefertigte Abfolgen und alltägliche Routinen einzuhalten. Wir improvisieren, erkunden Möglichkeiten und folgen flexibel dem, was die Umstände oder unsere Vorfreude uns zeigt.

Für all die Planlosen unter uns, machen Pläne also wirklich keinen Sinn. Trotzdem gibt es auch für uns einen Silberstreifen am Horizont.

ein neuer Ansatz der Zielsetzung

Bedeutet das, dass wir uns einfach gar keine Ziele setzen und freudig in den Tag hinein leben?
Das ist natürlich auch eine Option, auf Dauer ist es aber wenig erfüllend. Als Menschen mit einem Bewusstsein für uns selbst und die Welt brauchen wir die Weiterentwicklung und die Herausforderung zu Wachsen. Ganz ohne Ziele werden wir depressiv und lethargisch.

Wie setzen wir dann Ziele ohne uns auf einen bestimmten Weg festzulegen?
Indem wir uns auf unsere Gefühle statt auf die äußere Welt berufen. Eine herrlich sanfte Möglichkeit, unser Leben auf Wachstum auszurichten.

Jeden Tag werden wir mit so viel Input und auch Problemen konfrontiert, dass in uns unweigerlich Wünsche und Bedürfnisse entstehen. Vielleicht der Wunsch im nächsten Spanienurlaub auf Spanisch mit dem süßen Kellner zu plaudern. Oder eine tiefere Beziehung zu deinen Freunden aufbauen.

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Wir können unsere Ziele gemütlicher erreichen, als wir immer dachten.

Wenn wir von Wünschen statt von messbaren Zielen ausgehen, werden  unsere Ziele größer und vielleicht auch etwas vage. Aber das ist ok.
Wir öffnen uns dabei für die Möglichkeiten, die das Universum für uns bereit hält. Wir können sie anpassen oder auch ganz verwerfen, wenn wir erkennen, dass der süße Kellner in einem Jahr vielleicht schon verheiratet sein wird.
Eine Zielsetzung muss nicht unbedingt strikte Vorgaben haben und aus ewig langen To Do Listen bestehen.

Einfach die richtigen Ziele setzen

Zunächst musst du dir natürlich überlegen, was du eigentlich willst. Was dich glücklich machen wird.
Was möchtest du im nächsten Jahr tun? Wie sieht es in den nächsten 5 oder 10 Jahren aus?

Im ersten Schritt geht es nicht darum, realistisch zu sein. Sondern nur darum, dich für die Möglichkeiten zu öffnen.
Nicht alles davon wirst du jetzt umsetzen. Und manches überhaupt nicht. Aber mit diesen Überlegungen findest du heraus, was dir wichtig ist und wie du dich fühlen möchtest.

Welche Emotionen lösen die gefundenen Ziele in dir aus?
An unseren guten und negativen Gefühlen erkennen wir, ob wir gerade uns selbst treu sind oder ob wir vielleicht doch nur das aufschreiben, von dem wir denken, dass wir es tun sollten. Wie dich ein Ziel fühlen lässt, ist wichtiger als Erreichbarkeit oder Messbarkeit.

Fühlst du dich gut? Nur zu!
Entsteht so ein enges Gefühl in deiner Brust? Dann denke nochmal darüber nach, was du wirklich willst.

unterschiedliche Ziele

Es gibt natürlich ganz unterschiedliche Arten von Zielen, so wie es auch verschiedene Wünsche gibt.
Da sind die konkreten Deadlines, die wir einhalten müssen. Diese Art von dringenden Zielen würde ich hier allerdings weniger als Wunsch-Ziele betrachten. Sie gehören zu den täglichen Notwendigkeiten, die wir eben erledigen müssen. Vielleicht bringt dich die nächste Deadline deinem großen Traum etwas näher, dann ist es gut. Wenn du sie einfach abarbeiten musst, weil dein Chef das will, ist es kein Ziel im eigentlichen Sinne. Dafür kannst du die traditionellere Zielsetzung-Methoden mit konkreten Plänen nutzen.

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Die richtigen Ziele geben uns innere Ruhe und Stärke. Auch wenn mal alles hektisch wird.

Dann gibt es die großen Ziele, die unerreichbar erscheinen. Zum Beispiel wenn du eine gefeierte Sängerin werden möchtest, aber keinen geraden Ton herausbekommst. Diese Ziele helfen uns dabei zu wachsen. Sie lassen uns über unsere Komfortzone hinaus gehen und erfüllen uns mit innerer Freude. Ohne dass wir sie wirklich erreichen müssen.

Daneben haben wir auch noch die vagen Ziele, die sich wirklich mehr auf unsere Gefühle beziehen. Vielleicht willst du deine Beziehung liebevoller gestalten. Oder anderen Menschen mehr Unterstützung schenken. Dies sind Ziele, deren erreichen wir nur durch unsere Gefühle ermessen können. Auf unbewusster Ebene wissen wir, ob wir uns diesem Ziel nähern oder uns davon entfernen.

Und genau diese letzten beiden Ziele sind es, um die es hier geht. Sie bringen uns viel weiter als das Abarbeiten von vorgefertigten Aufgabenlisten.
Klingt wie das Paradies oder?

Ziele mit Leichtigkeit statt Methode erreichen

Auch wenn es hier nicht um eine konkrete Methode geht, möchte ich dir doch in einfachen Schritten erklären, wie ich mir Ziele setze. Du kannst von dieser Art der Zielsetzung einfach übernehmen, was sich gut anfühlt.

Im ersten Schritt ist es wichtig, sich auf eine Handvoll Ziele zu konzentrieren. Da sie unterschiedlich groß sein werden, kannst du gerne bis zu fünf gleichzeitig nehmen. Je weniger, desto intensiver wirst du in ihnen wachsen können. Wir müssen uns also entscheiden, welche wir jetzt angehen wollen. Dafür hörst du am besten auf dein Herz.

Wenn du deine vagen Ziele hast, kannst du sie in einem zweiten Schritt so aufschreiben, dass du sie immer vor Augen hast. Es muss nicht besonders toll aussehen oder sonst irgendwie kompliziert sein. Eine einfache Liste mit ein bis fünf Punkten. Ein kleiner Zettel auf dem Schreibtisch reicht schon.
Wichtig ist, dass du sie nicht vergisst. Lies sie also ruhig öfters mal durch. Damit sie sich in deinem Unbewussten verankern und dein Handeln von dort aus beeinflussen.

Wenn du dann in Situationen kommst, in denen du deinem Ziel näher kommen kannst, wirst du als dritten Schritt automatisch daran denken und ganz natürlich ins Handeln kommen. Bleiben wir bei dem Beispiel mit der liebevolleren Beziehung. Wenn du deinen Liebsten triffst, wirst du sofort daran denken, liebevoller zu sein. Du wirst dir mehr Mühe geben, einfach aus einem intrinsischen Verlangen heraus. Und das macht es … nun ja mühelos.

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Erinnerst du dich noch an das mühelose Spielen damals? So sollte sich Zielsetzung anfühlen.

Kurz gesagt: Du bist für alle Möglichkeiten offen, aber du bewegst dich mit Leichtigkeit stetig auf deine Ziele zu.
Diese Art von Zielen lässt dich weiter in die richtige Richtung gehen, ohne den genauen Pfad zu bestimmen. Wie ein Kompass.

Das funktioniert auch mit weniger emotionalen Zielen. Sagen wir du bist selbstständig und möchtest deinen Umsatz dieses Jahr verdoppeln. Dann macht es natürlich Sinn, sich zu überlegen, was du dafür tun könntest.
Wenn du aber das ganze Jahr durchplanst und einen Launch an den anderen packst, übersiehst du wahrscheinlich all die Wunder, die sich dir auf deinem Weg offenbaren. Möglichkeiten, die du gar nicht in Betracht gezogen hast, können dich viel weiter bringen. Wenn du zu beschäftigt mit dem Abarbeiten von Listen bist, bemerkst du sie wahrscheinlich nicht.

Es gilt also eine Balance zu halten zwischen der Freiheit der Flexibilität, dem Folgen deiner Freude und dem Vorausplanen von konkreten Handlungsschritten. Jeder ist da anders. Du musst deine eigene Balance finden und dann Frieden damit schließen, wie es für dich funktioniert. Vertraue auf deine Intuition. Was sich richtig anfühlt, ist es wahrscheinlich auch.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei, diese neue Art der Zielsetzung für dich auszuprobieren.

Alles Liebe
Janina

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